Einstimmig verabschiedete der Gemeinderat am Dienstagabend den Haushalt 2012, der ein Gesamtvolumen von 12,713 Millionen Euro aufweist. Im Verwaltungshaushalt stehen 10 095 200 und im Vermögenshaushalt 2 618 000 Euro zu Buche.
Kreditaufnahmen sind nicht vorgesehen. Der Höchstbetrag der Kassenkredite (Kassenkreditermächtigung) wurde auf 1 Million Euro festgesetzt. Die Hebesätze für die Realsteuern (Grundsteuer A und B und Gewerbesteuer) bleiben auf dem bisherigen Stand. Das Volumen des Verwaltungshaushalts steigt gegenüber dem Jahr 2011 um 15,46 Prozent, während das Volumen des Vermögenshaushalts im Vergleich zum letztjährigen Haushaltsjahr um 7,35 Prozent geringer ausfällt .
Im Verwaltungshaushalt sind der Gemeindeanteil an der Einkommensteuer (1,8 Millionen Euro), die Schlüsselzuweisungen (1,2 Millionen Euro), die kalkulatorischen Einnahmen (1,7 Millionen Euro) und die Gebühren und Entgelte (1,1 Millionen Euro) die höchsten Einnahmeposten.
K ämmerer Klaus Lindenmayer hat die Einnahmen aus der Gewerbesteuer vorsichtigerweise mit 900 000 Euro eingeplant. Auf der Ausgabenseite nehmen die Personalkosten (1,9 Millionen Euro), der sächliche Verwaltungs- und Betriebsaufwand (1,8 Millionen Euro), kalkulatorische Kosten (1,7 Millionen Euro) und die Kreisumlage (1,4 Millionen Euro) die Spitzenstellung ein. Die Einnahmen bei der Zweitwohnungssteuer sind mit 315 000 Euro veranschlagt, ein Plus von 45 000 Euro. Aufgrund der weiter gestiegenen Anzahl an Hauptwohnsitzinhabern und einer Anhebung der für die Berechnung maßgebenden Schlüsselzahl sowie der Verteilungsmasse steigt der Einkommensteueranteil im Vergleich zum Vorjahr um 223 700 Euro. Wegen des höheren Einkommensteueranteils und der höheren Schlüsselzuführungen (50 000 Euro) sowie auf der Ausgabenseite durch die geringeren Umlagen (minus 102 000 Euro) kann die Gemeinde eine Zuführungsrate in Höhe von 580 000 Euro erwirtschafte n.
Obwohl der 2,6 Millionen Euro umfassende Vermögenshaushalt eine Deckungslücke in Höhe von 1 678 000 Euro aufweist, sind Darlehensaufnahmen tabu. Die Einnahmen in Höhe von 940 000 Euro, die sich aus Zuschüssen und Grundstücksverkäufen zusammensetzen, und die Zuführung vom Verwaltungshaushalt (580 000 Euro) reichen bei weitem nicht aus, um die Deckungslücke zu schließen. Dazu soll eine Entnahme aus der Rücklage in Höhe von rund einer Millionen Euro verhelfen.
Hier investiert die Gemeinde