Erster Bauabschnitt der Renaturierung des westlichen Uferbereichs von Ludwigshafen erfolgreich abgeschlossen
Ludwigshafen – Das Gelände im Bereich des im Volksmund so genannten „Waschplatzes“ im westlichen Uferbereich von Ludwigshafen ist nach abgeschlossener vorgezogener Renaturierung zu einem Schmuckstück geworden. Sein bisheriger Zustand passte in keinster Weise zu den Vorstellungen einer gepflegten Uferpromenade. Daher wurde bei der Aufstellung des Bebauungsplanes „Uferbereich Ludwigshafen“ dem Uferbereich westlich vom Seehotel „Adler“ besondere Aufmerksamkeit gewidmet. Dieser Bebauungsplan, der in diesem Jahre verabschiedet werden soll, schafft die planungsrechtlichen Voraussetzungen für eine nachhaltige Entwicklung des gesamten Ludwigshafener Uferbereichs und beinhaltet die Erweiterung des Westhafens durch die Integration des gemeindlichen Bojeneldes, Bau eines gemeinsamen Hafenmeistergebäudes mit dem Yachtclub Ludwigshafen, Sicherung und Entwicklung der ufernahen Parkanlagen für die Allgemeinheit sowie Umgestaltung der Freiflächen. Das Bodenseeufer soll in den naturnahen Bereichen geschützt und verbaute Uferpartien renaturiert werden.
Die Uferrenaturierung soll Zug um Zug erfolgen. Da die im Bebauungsplan vorgesehene Auskolkung zwischen den Bäumen im Bereich Waschplatz vom Landratsamt abgelehnt wurde, bestand die Gefahr, dass der gesamte Bebauungsplan nicht genehmigt wird. Aufgrund dessen wurde mit dem Regierungspräsidium und dem Landratsamt vereinbart, die Uferlinie im Bereich des „Waschplatzes“ bis zum Weststeg weiter zu ziehen, das heißt, von der Kante des bestehenden Weges bis zur Uferlinie eine gerade Linie zu ziehen, was jedoch die Beseitigung von Bäumen zur Folge hat. Eine dendrologische Untersuchung der Bäume ergab, dass diese sich in einem kranken und irreparablen Zustand befanden. So ging das Ortsbauamt daran, eine Baumfällaktion durchzuführen.
Bereits im Januar dieses Jahres rückten die Bagger der Bodmaner Firma Hildebrand an, um das Gelände zu bewegen. Auf einer Fläche von 4500 Quadratmeter wurden 665 Tonnen Boden bewegt und 60 Tonnen Bauschutt von abgebrochenen Mauern beseitigt. Die Böschung wurde etwas nivelliert und das Seeufer geringfügig abgeflacht. Entlang des Wegs laden nun Bänke mit „unverbauter“ Seesicht zum Verweilen ein. Für die gefällten Bäume wurde Ersatz in Form von Silberpappeln geschaffen und entlang des Bahngeländes, das mit einem Zaun versehen wurde, Buschwerk gepflanzt.