Da das Gebäude aber ohnehin „in die Jahre gekommen“ sei, so die Verwaltung, soll nun einiges neu gestaltet und umgebaut werden. „Es gibt einfach einige Mängel“, sagte Bürgermeister Helmut Kennerknecht im Gemeinderat. Der Eingangsbereich sei „suboptimal“, die Sanitäranlagen müssten erneuert werden, das Haus sollte endlich behindertengerecht sein und anderes mehr.
Drei Konstanzer Innenarchitekturbüros waren deshalb im Rahmen eines Ideenwettbewerbs aufgefordert worden, erste Planungen für eine mögliche Sanierung anzufertigen, die nun im Gemeinderat vorgestellt wurden. „Wir haben drei hochqualifizierte Entwürfe“, meinte Kennerknecht. Darin gebe es viele interessante Details und spannende Ideen. Alle drei Büros sehen den Einbau eines Aufzugs, ein Behinderten-WC und neue Sanitäranlagen vor. Eine Kommission des Rates soll demnächst entscheiden, mit welchem Büro man weiter zusammenarbeiten will.
Innenarchitekt Andreas Spaett will mit einigen Umbauten, natürlichen Materialien wie Holz und Naturstein, frischen Blautönen, Glas und neuer Beleuchtung für Helligkeit und Freundlichkeit sorgen. „Es ist ein bisschen muffig, altbacken“, meinte er. Das Foyer soll ein zentraler Infobereich werden mit großer Glasfront bei den Büros rechts, um „Blickkontakt“ zu ermöglichen. Im Obergeschoss will er den Ratssaal um eine Nische erweitern, in der zusammenklappbare Tische verstaut werden können, der Raum könnte dann auch für andere Veranstaltungen genutzt werden. Einen neuen Warteraum und eine kleine Teeküche sieht er ebenfalls vor.
Letzteres hat auch Innenarchitekt Peter Rohde in seinen Plänen – zwischen kleinem Sitzungssaal und Sekretariat. Den nun ungenutzten Schornstein will er entfernen, ansonsten weniger umbauen, sondern ebenfalls durch eine schönere Gestaltung für mehr Freundlichkeit und Offenheit sorgen: im Foyer mit natursteinähnlichen Fliesen, Eichenholz, frischen Blau- und Grüntönen, Sitznischen und einem Wasserspender für Wartende. In der Eingangstür will er mit Glaselementen für „Öffnung“ sorgen. Auch die Beleuchtung würde er erneuern – ebenso im Sitzungssaal, der eine breite Tür bekommen soll.
Größere Umbauten sehen Renate und Christoph Bauer vom Büro Raumwerk vor. Sie finden den Verwaltungsbereich „introvertiert“. Sie würden die Treppe komplett erneuern durch eine offene, zweiteilige mit Plattform und dort ein großes Fenster für den Blick auf den See einbauen. Der kleine Sitzungssaal könnte so, wie bei den anderen, direkt zugänglich werden. Das Foyer wollen sie – ebenfalls mit neuem Steinboden – durch Hinzunahme der Büros rechts zur großzügigen Wartezone und zum Veranstaltungsraum machen. Den Mischmasch an Hölzern wollen sie einheitlich durch Eiche ersetzen; und ebenfalls mit mehr Glas sowie neuen Farben, Beleuchtung und Mobiliar für eine schönere Atmosphäre sorgen.
Über Details könne man diskutieren, wenn ein Büro ausgewählt sei, so der Bürgermeister. Grundlegende bauliche Maßnahmen müssten mit dem Denkmalschutz abgestimmt werden.
