Allensbach Mehr Platz für die Wehr
Feuerwehrkommandant Karl-Heinz Späth (links) und Bürgermeister Helmut Kennerknecht (2. v.l.) informierten die Räte schon im Sommer 2010 über die Situation im Gerätehaus. Bild: Zoch
Die Feuerwehr soll rund 240 Quadratmeter mehr Fläche im Gerätehaus erhalten. Das hatte der Gemeinderat im Grundsatz schon vor einiger Zeit beschlossen. Umgebaut werden dabei Räume, die bisher von der Gärtnerabteilung genutzt wurden; diese ist bereits provisorisch in den freien Bereich im Gebäude umgezogen und soll künftig im noch zu bauenden Bauhof unterkommen. Neben neuen Räumen für die Jugendfeuerwehr und den Atemschutzgerätewart sowie zwei neuen Stellplätzen und einem zusätzlichen Tor ist vor allem eine strikte Trennung zwischen Spindräumen und Fahrzeughalle vorgesehen. Gesamtkommandant Karl-Heinz Späth stellte die zwischen dem Feuerwehrausschuss und der Verwaltung abgestimmte Planung nun im Gemeinderat vor.
Die Feuerwehr will den Umbau in Eigenregie, ohne Architekt, abwickeln und dabei viel Eigenleistung – im Wert von zirka 20 000 Euro – erbringen. Die Gesamtkosten sollen bei rund 180 000 Euro liegen, wozu es einen Landeszuschuss von 90 000 gibt. Da es sich bei den diversen Gewerken meist um kleinere Beträge handelt, sollen diese möglichst freihändig ohne öffentliche Ausschreibung vergeben werden. Diesem Vorschlag von Verwaltung und Feuerwehr stimmte der Gemeinderat bei zwei Enthaltungen zu. Man werde die örtlichen Handwerker zu Angeboten auffordern und diese dann prüfen, so Bürgermeister Helmut Kennerknecht.
Karin Heiligmann (Freie Wähler) und Simon Werner (Bunte Liste) meinten, die kalkulierten Gesamtkosten erschienen ihnen hoch. Ludwig Egenhofer (CDU) und Tobias Volz (SPD) sagten das Gegenteil. Sie hätten Vertrauen in die Feuerwehr und die Verwaltung. Der Bürgermeister betonte, man könnte immer noch „auf die Bremse treten“, wenn die Kosten nach dem Eingang der Angebote deutlich über der Kalkulation liegen würden.
