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Aach Turner lieben es akrobatisch

13.02.2012
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Erwin Künstles Mannen reisen 35 Jahre zurück. Schlossgartenhalle erlebt wieder ein tolles Fest

– TSV was willst du mehr? Den Gratis-Begrüßungssekt kaum getrunken, brachte die Gruppe „Every Age“ mit Musik und Schunkelwalzer das über 400-köpfige Publikum gleich mal auf Touren. Die Stimmung wurde sogleich von den „He-Le-Li-Hoppers“ der Gruppe „Lady-Fit“ weiter angeheizt. Nach ihrem Tanzauftritt forderte Rosi Keller die Gäste zum Mitmachen auf – und der ganze Saal war im Aerobic-Fieber. Unterstützt wurde die Gruppe Body Forming durch einige Damen vom Turnverein Engen die spontan den Auftritt mit trugen. „Die Beat Girls“ waren als nächstes an der Reihe. Bei fetziger Musik präsentierten diese einen Tanzwettstreit und begeisterten damit nicht nur das jüngere Publikum. Die Gruppe „Lady Fit“ nahm ganz standesgemäß das Thema Sport ins Visier. Die Slogans „Es lebe der Sport“ und „Sport ist Mord“ wurden von ihnen nach den Klängen von Reinhard Fendrich in einem modernen Sport-Rap inszeniert. Kaum wegzudenken beim Turnerball ist die Gruppe um Anna Nesensohn. Mit Musik und Tanz „von einem anderen Kontinent“ begeisterten sie auch wiederum mit gekonnter Kostümierung. Dies umso mehr als sie nach kurzer Umkleidephase als leidgeplagte Kühe ihren Auftritt fortsetzten. Die anschließende viertelstündige Pause wurde durch die Einlage der Tanzgruppe Karin Schmid mit ihren „Golden Girls“ mehr als nur aufgewertet. Auch in diesem Jahr haben sich die „Jedermänner“ wieder einmal einen neuen Gag einfallen lassen.

Sie präsentierten „Synchronschwimmen“. Den Höhepunkt bildete die Turnergruppe um Erwin Künstle, der nun seinen Hut nehmen möchte. Seit 35 Jahren zeigten seine Mannen bei jedem Turnerball ihr akrobatisches Programm. Für dieses Abschlussjubiläum boten sie eine Rückschau auf 35 Jahre Turnerball.

Klaus Matt erwies sich in vielfacher Kostümierung als Ansager über die Zeiten. So mussten Berthold Restle und Wolfgang Gröner als „die letzten Aufrechten“ im Jahre 1977 parodieren. Mit dem Jahr 1985 wurde es „zackig“. Dieter Heussler als Dompteur bändigte zehn Eisbären und einen Schimpansen, die allesamt mit den damaligen Darstellen besetzt waren. Auch das alte Feuerwehrauto, das wiederum mal nicht ansprang musste auf der Bühne herhalten. Und für die „Jetzt-Zeit“ ließen es die Turner um Erwin Künstle nochmals richtig krachen. Akrobatisch zeigten sie ihre Künste rund um den Barren, Kasten oder den Sprungbrettern. Spektakulär war der „Einflug“ zweier Akteure unter der Hallendecke an einem dünnen Seil hängend auf die Bühne.

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