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Aach Bürgermeister Severin Graf blickt zurück: 2016 lief in Aach alles rund

Bürgermeister Severin Graf blickt zufrieden auf das vergangene Jahr zurück. Es konnten unter anderem eine lange geplante Straßensanierung verwirklicht und das Gewerbegebiet erweitert werden. Für 2017 gibt es einige Pläne.

Straßen wurden saniert, der Grundstein für Bau eines neuen Pflegeheims gelegt, die kreative Hirnhälfte der Beteiligten für die Neugestaltung der Ortsmitte in Schwung gesetzt, der neue Premiumwanderweg eröffnet, und die Sportler feierten wieder große Erfolge. Die Aacher blicken auf ein bewegtes Jahr zurück und haben bereits einiges für 2017 angeschoben. Sie wollen die Strahlkraft ihrer Stadt erhöhen.

Natürlich hatten Bürgermeister Severin Graf und seine Gemeinderäte viel Arbeit mit den vielen Baumaßnahmen. Doch wenn der Rathauschef über dieses Jahr spricht, hebt er den neuen Rundwanderweg, den Aacher Geißbock, besonders hervor. Wanderer haben das Bild des hölzernen Eingangsportals bei der Aachquelle im Kopf. Von dort geht's los. Der Weg führt hinter dem Stadtberg hinaus ins Wasserburgertal, auf den Dornsberg, durch den Wald, runter zur Burgruine und alten Turm, zur Aachquelle zurück. Der 16 Kilometer lange Aacher Geißbock, der aus dem Kopf von Förster und Bauhofsmitarbeiter Werner Hornstein gesprudelt ist, ist als siebter Premiumwanderweg eröffnet worden. Acht gibt es im Hegauer Kegelspiel, neun sollen es werden.

Die Natur um Aach bietet einiges. Dem Gemeinderat war es gleichfalls wichtig, auch weitere marode Straßen auf Vordermann zu bringen. Nach einem halben Jahr Bauzeit wurde die Langensteinerstraße und der bisher unorganisiert daliegende Friedhofsplatz für 800 000 Euro saniert und im Oktober fertig gestellt. "Es war die schlechteste Straße, sie hatte es nötig", betont Graf. Vom Landessanierungsprogramm gab es 305 000 Euro, aus dem Ausgleichsstock 80 000 Euro. Für 100 000 Euro wurde der Obere Hofweg ausgebaut und im Sommer frei gegeben. Graf sagt dazu: "Die Anwohner haben lange darauf gewartet."

Leichte Sorgen bereiten dem Bürgermeister die fehlenden Flächen für den Wohnungsbau. Im Gebiet Längenberg Ost sind alle 50 neuen Bauplätze bereits vergriffen. Gerechnet hatte man mit einem Verkauf frühestens bis zum Jahr 2018. Dafür ist es gelungen, das gemeinsame Gewerbegebiet mit Volkertshausen um 1,5 Hektar zu erweitern. "Wir können aktuell neue Gewerbeflächen anbieten", sagt Graf.

Mehrere Tausend Besucher füllten die Altstadt im Juni, als das Altstadtfest wieder einmal auf dem Programm stand. Für Graf persönlich hinterließ der Besuch der sächsischen Partnerstadt Colmnitz im Mai einen bleibenden Eindruck. Mit zwei voll besetzten Bussen, Fanfarenzug, Turmhexen, Stadtmusik, Gemeinderat, Verwaltung, waren die Vertreter von Aach angereist und genossen das Heimatfest bei den Freunden. "Die Partnerschaft ist wieder richtig lebendig", freut sich Graf.

Kunstradsport in der Stadt – eine lange Erfolgsgeschichte. Deutsche Meistertitel sind keine Besonderheit mehr für den RMSV Edelweiß Aach. Sie heimsten wieder reihenweise Edelmetall bei den nationalen Titelwettkämpfen ein und feierten die Junioren-Europameister. Für das I-Tüpfelchen auf das Sportjahr sorgte die 15-jährige Nathalie Göldner, die Vizeweltmeisterin im Karate. Und zum ersten Mal veranstaltete die Stadt im vergangenen Jahr den Aacher Kultur- und Sportabend mit Ehrungen der Sportler und Aktiven der kulturellen Vereine.

 

Das ist im Jahr 2017 in Aach geplant

  • Neues Pflegeheim: Die hitzigen Diskussionen sind vorbei, 2016 wurde der Bebauungsplan beschlossen. Dem Bau des neuen Pflegeheims mit 30 Plätzen und zehn barrierefreien Wohnungen steht nichts mehr im Weg. Der Investor, der evangelische Kirchenstift Freiburg, gibt dafür drei bis vier Millionen Euro aus. Die Stadt zahlt lediglich die Erschließung. Im Frühjahr soll es mit dem Bau losgehen, die Einrichtung soll 2018 bezugsfertig sein.
  • Gestaltung der Ortsmitte: Der Planungsprozess hat in diesem Jahr begonnen. Studenten brachten Ideen mit nach Aach, in der ersten Bürgerwerkstatt sammelten die Aacher unter der Regie des Planungsbüros weitere Vorschläge. Die werden verfeinert und ausgearbeitet. Konkrete Entwürfe sollen anfangs 2017 auf dem Tisch liegen. Dann geht es ins Detail. Bürgermeister Severin Graf rechnet damit, dass man 2018 mit der Umsetzung beginnen kann. Mit dem Kauf des alten Anwesens bei der Volksbank hat die Stadt ihre Hausaufgaben 2016 gemacht. Graf: "Jetzt haben wir gute Möglichkeiten für die Gestaltung."
  • Ettenbergstraße: Ein weiterer umfangreicher Straßenausbau ist für 2017 geplant. Es gibt eine ähnlich große Baustelle wie in der Langensteinerstraße. Auf 750 000 Euro beläuft sich ein Kostenvoranschlag, die Stadt rechnet mit 300 000 an Zuschüssen.
  • Baulandentwicklung: Nach dem Ausverkauf am Längenberg Ost hat die Stadt nichts Eigenes mehr anzubieten. Man will eine zweigleisige Strategie fahren: Das bestehende Baugebiet erweitern und verstärkt werden nächstes Jahr Freiflächen bebaut.

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