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Nach heftiger Debatte beschließt der Gemeinderat von Aach die neuerliche Ausschreibung für weitere Arbeiten am Alten Turm.

– Zu einer „nicht endenden Geschichte“ scheint sich die Sanierung des Alten Turms in Aach zu entwickeln. Nach einer teilweise sehr emotional geführten Diskussion beschloss der Gemeinderat mit einer Gegenstimme, die weiteren Arbeiten neu auszuschreiben.

Leidenschaftlich setzte sich Bürgermeister Severin Graf für eine Fortführung der Arbeiten und neue Ausschreibung ein. „Es wäre absoluter Blödsinn, jetzt die Bauleitung neu zu besetzen oder die Arbeiten abzubrechen, denn dann wären die bisherige Arbeit sinnlos und das Geld dafür fehlinvestiert gewesen“, begründete er seine Haltung.

Ausgangspunkt der neuerlichen Auseinandersetzung mit der Sanierung des alten Turms in Aach war die Tatsache, dass für die weitere Sanierung des oberen Kranzes der Ruine weitere rund 50 000 Euro nötig sind. Nach der Feststellung dieser erweiterten Sanierungsarbeiten wurden die bisherigen Arbeiten eingestellt, eine weitere Entscheidung bis ins neue Jahr vertagt.

„Jetzt stehen wir vor folgender Situation“, eröffnete der Bürgermeister die neuere Diskussion. „Von dem ursprünglichen Auftrag vom April 2011 stehen jetzt noch Verfugungen aus. Diese Arbeiten können aber in der derzeitigen Witterung nicht erledigt werden und müssen verschoben werden.“ Andererseits könnten aber für die erforderliche Sanierung der zusätzlichen Schäden schon Vorarbeiten geleistet werden“, ist der Bürgermeister überzeugt. Deshalb schlug er vor, auch ohne die schriftlichen weiteren Schlussbescheide des Denkmalamtes diese Arbeiten neu bei den damals unterlegenen Anbietern auszuschreiben.

Hintergrund dieser erneuten Ausschreibung seien Ungereimtheiten mit der derzeitigen Baufirma, die bei einer Angebotserweiterung „unverhältnismäßig hohe Preise für die Sanierung der Mauerkrone verlangt hat“, so der Bürgermeister.

Im Gemeinderat wurde deutlich, dass viele der Mitglieder mit der Bauleitung nicht zufrieden sind. Dem zuständigen freien Architekten wurde angekreidet, dass er die notwendigen weiteren Arbeiten nicht rechtzeitig erkannt und in die Ausschreibungen aufgenommen habe. Mehrere Mitglieder schlugen vor, eine neue Bauleitung zu suchen, „damit wir mit der erweiterten Ausschreibung nicht den gleichen Misserfolg erleben“, war der Tenor. Damit konnte sich der Bürgermeister aber gar nicht anfreunden, „denn dann können wir die ganze Sanierung vergessen und haben das investierte Geld in den Sand gesetzt“. Dass einige der Gemeinderäte mit ihrer eigenen Entscheidung nach der Abstimmung nicht zufrieden waren, kann man daraus schließen, dass sie nach der Abstimmung weiter diskutieren wollten. Das aber ließ der Bürgermeister nicht mehr zu und beendete abrupt die aufkommende Unruhe.

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