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Wilde Heimat: Die Region aus der Volo-Perspektive

Konstanz Bilder: Wilde Heimat: Zu ungeschickt für diese Welt (6 Bilder)

Morgens, beim Frühstück machen: Obst schälen, klein schneiden, Haferflocken drüber. Tüte so wegstellen, dass sie in Sicherheit ist. Vor allem Letzteres gelingt mir selten. Regelmäßig bleibe ich mit Ellenbogen, Daumen oder Messer hängen, so, dass sie schwungvoll umstürzt und der ganze Küchenboden voller Haferflocken ist. Gibt es morgens was Nervigeres?
Im Auto, auf dem Weg nach Stuttgart: Spritzwasser ist nachgefüllt, ja, auch Frostschutzmittel. Das zwar verhindert, dass das Wasser einfriert, nicht aber die Düsen vor der Kälte schützt. Die ersten Male kommt noch Wasser, was aber leider nichts bringt, weil meine Scheibenwischer so schlecht sind, dass sie ausschließlich schmierige, undurchsichtige, graue Fläche hinterlassen. Dann kommt gar kein Wasser mehr - die Düsen sind eingefroren. Ein unfassbares Glück, dass ich die Kilometer bis zum nächsten Parkplatz unbeschadet überlebe, sehe ich doch weder die Spur, noch irgendetwas anderes. Trotzdem bin ich gezwungen, so dicht auf meinen Vordermann aufzufahren, dass ich ein bis zwei Tropfen seines Spritzwassers abbekomme... Gefährlich - passiert ist am Ende zum Glück nichts...
Im Supermarkt: Oft übersehe ich Dinge auch konsequent, die unmittelbar vor meiner Nase stehen. Hier zum Beispiel den Honig in Plastikflaschen (oben links). Gibts hier tatsächlich nicht, denke ich noch und greife sattdessen nach einem kleinen Honigglas. Mit Sicherheit werfe ich es demnächst vom Küchenregal - aus Versehen natürlich.
Wenn ich neue Kleider von ihren nervigen, kratzigen Zetteln befreien möchte, kann es schon sein, dass der Pullover danach ein Loch hat. Auch zerstörte Strumpfhosen sind keine Seltenheit. Hatte ich zuletzt beim Wegschneiden eines herausstehenden Fadens doch nicht bedacht, dass das Fehlen eines Fadens sich auf die ganze Strumpfhose auswirkt. Kann ja nun auch niemand wissen.
Handy zuhause vergessen, passiert mir hin und wieder, meistens wenn ich in Eile bin. Beim Schnell-nochmal zurück-in-die-Wohnung-Rennen stürze ich dann regelmäßig die Treppen hinauf. Pures Glück, dass ich mich dabei noch nicht ernsthaft verletzt habe.
An wirklich konfuse Tagen bricht mir beim Türe-Aufschließen dann auch noch der Schlüssel ab. Da frage ich mich dann: Schaffe ich es tatsächlich, dauerhaft zu überleben? Manchmal habe ich da so meine Zweifel - denn das Schlimme ist: All diese Missgeschicke passieren mir ja nicht zum ersten Mal. Eigentlich hätte ich schon lange aus meinen Fehlern lernen müssen. Aber die Hoffnung stirbt zuletzt.
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