Wutöschingen Startschuss fürs Wutöschinger Gymnasium

Alemannenschule plant gymnasiale Oberstufe. Die Landtagsabgeodnete Sandra Boser zu Besuch. Grünen-Politikerin zeigt sich beeindruckt vom hohen Lernniveau und der multimedialen Ausstattung

Bereits in der Haushaltsplanung über das Jahr 2017 hinaus bereitet sich die Gemeinde Wutöschingen auf den Bau einer neuen Schule vor. „Wir werden uns nun nach einem geeigneten Grundstück umschauen“, sagte Bürgermeister Georg Eble im Rahmen der Haushaltsplanung für das aktuelle Jahr. Und auch beim Besuch der stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden der Grünen im Landtag, Sandra Boser, die sich über die Alemannenschule ausführlich informierte, lenkte Schulleiter Stefan Ruppaner das Gespräch auf den zeitnahen geplanten Neubau eines Gymnasiums.

Bereits vor der Umsetzung der Gemeinschaftsschule hatte die Gemeinde Wutöschingen im Visier, ein Gymnasium im Wutachtal anzusiedeln, und bekam dafür vom Land grünes Licht. Denn laut einer Studie liegt der Schülerübergang nach der vierten Klasse auf ein Gymnasium im östlichen Landkreis Waldshut im gesamten Landesdurchschnitt am niedrigsten. Die Wege sind für viele Schüler einfach zu weit und das G8-Angebot an den bestehenden Gymnasien sehen viele Eltern eher kritisch. Nach der geänderten Bildungspolitik aufgrund des Regierungswechsels von schwarz auf grün-rot orientierte sich die Alemannenschule neu und probierte bereits vor dem offiziellen Start der Gemeinschaftsschulen diesen Schultyp im Alleingang aus. Inzwischen gilt die Gemeinschaftsschule Wutöschingen als absolute Leuchtturmschule nicht nur auf Landesebene, sondern auch international.

Nun streben Bürgermeister Eble, der von der Gemeinschaftsschule nach anfänglicher Skepsis absolut überzeugt ist, und Schulleiter Ruppaner die Realisierung der gymnasialen Oberstufe an der Gemeinschaftsschule an. Denn alle Kinder sollen die gleichen Bildungs- und Schulabschlusschancen vor Ort haben, dies ist das Grundprinzip des individuellen Lernens.

Die grüne Landespolitikerin Sandra Boser zeigte sich von der Lernqualität und der zukunftsweisenden Ausstattung der Schule äußerst beeindruckt und versprach, sich im Landtag, trotz der nun wieder etwas geänderten Schulpolitik für die Ganztagsschule und auch für die Realisierung der gymnasialen Oberstufe einzusetzen. „Die 60 Schüler, die 2018 benötigt werden, um die Einrichtung der gymnasialen Oberstufe zu erreichen, schaffen wir locker“, sagte Schulleiter Ruppaner und verwies auf das hohe Niveau der Lernpartner, die trotz Hauptschulempfehlung nach dem Übertritt aus der vierten Klasse zum größten Teil inzwischen auf einem weit höhen Lernlevel arbeiten.

Auch die digitale Ausstattung der Schule beeindruckte die Landtagsabgeordnete. Jedes Kind arbeitet mit einem iPad, die Schule hat ein digitales Medien- und Lernprogramm im Alleingang entwickelt, das weltweit auf großes Interesse bei anderen Schulen stößt, die ebenfalls mit großen Schritten auf dem Weg des digitalen Lernens unterwegs sind. „Im Ausland interessiert man sich für dieses digitale Konzept, DiLer genannt, nur unsere eigen Landesregierung nicht“, betonte Eble. Tatsächlich arbeitet das Landesmedienzentrum seit zwei Jahren daran, ein eigenes Medienkonzept als Bildungsplattform zu entwickeln. Nur Kindern von reisenden Familien, die nicht immer eine Schule besuchen, wurde ermöglicht, DiLer aus Wutöschingen zu nutzen.

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