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Wutöschingen Neue Narren erobern das Wutachtal: Räuberzunft gründet sich am 7. Juli

Die Fasnachtsvereine im Wutachtal bekommen Verstärkung. Am 7. Juli gründet sich in Horheim die Räuberzunft Klettgau-Wutachtal. Der Fasnachtsverein richtet sich vor allem an Familien, die Maske wurde von Holzbildhauer Simon Stiegeler entworfen.

Wutöschingen – Die Narrenschar im Wutachtal soll um eine neue Narrenzunft ergänzt werden. Am 7. Juli findet um 19 Uhr in der Enzianhütte Horheim die Gründungsversammlung der Räuberzunft Klettgau-Wutachtal statt.

  • Hintergrund: Andreas Klormann war in der Hauptversammlung der Narrenzunft Schnook im April gemeinsam mit Ehefrau Doris Kaiser-Klormann ausgetreten. Zuvor war er 26 Jahre aktives Mitglied und seit zehn Jahren als Vorsitzender im Amt gewesen. Als Grund nannte er Unstimmigkeiten, die vier Wochen vor der Hauptversammlung auftraten. Dennoch bot er dem neuen Vorstand seine Unterstützung an.
  • Gründung: Doch ganz ohne aktive Rolle während der fünften Jahreszeit konnte er sich die Fasnacht nicht vorstellen. Nach Gesprächen mit Interessenten aus dem Freundeskreis lädt er nun zur Gründungsversammlung. Neben dem fertigen Häs mit Räubermaske stehen bereits die Termine bis Ende Februar fest, auch gibt es mehr als genügend Interessenten für die aktive und passive Mitgliedschaft. Regelmäßige Veranstaltungen wie der Maihock bei befreundeten Vereinen und die Beteiligung beim Ferienprogramm Wutöschingen gehören mit zum Konzept der Räuberzunft.
  • Ausrichtung: Bereits vor der Gründungsversammlung ist geplant, gemeinsam das Sommerfest in Riedern-Bühl am 2. Juli zu besuchen. Neben der Pflege und Erhaltung des Brauchtums Fasnacht soll der Verein vor allem familienfreundlich ausgerichtet sein. „Gemeinsam Freude und Spaß an der Fasnacht haben und die Kameradschaft pflegen“, fasst Andreas Klormann Sinn und Zweck des Vereines zusammen. „Keiner wird ausgegrenzt, wir haben auch einen Rollstuhlfahrer mit Spina Bifida in den Reihen.“
  • Häs und Maske: Angelehnt an den Film zu „Ronja Räubertochter“ tragen die Männer eine grüne Hose mit weißem Leinenhemd und schwarzer Weste, die Frauen ein Kleid, dazu gibt es einen Kapuzenumhang in vier möglichen Farben. Für die Kinder gibt es einen Umhang. Die Räubermaske ist eine Eigenkreation von Simon Stiegeler aus Grafenhausen. Der Holzschnitzer und Heimatbotschafter des Hochschwarzwaldes kennt Andreas Klormann als seriösen langjährigen Kunden und ist gerne bereit, die Räuber-Masken für die Räuberzunft anzufertigen. Am Modell hat er 30 Stunden gearbeitet, jede weitere Maske benötigt etwa die Hälfte. Da die Mitglieder aus dem Klettgau und aus Wutöschingen kommen, soll der Verein unter beiden Orten mit Sitz in Degernau ins Vereinsregister eingetragen werden. Für das Logo stellt sich der künftige Vorsitzende Klormann beide Wappen zusammen vor.
  • Erste Auftritte: Die Fastnachtseröffnung in Wutöschingen am 11. November und der Umzug der Flammäglöön Neuhausen am 18. Februar bilden den Rahmen der kurzen frühen Saison 2018. Am Schmutzigen Donnerstag ist der Verein bei der Schulschließung und dem Stürmen des Rathauses dabei. Aktiv bei Umzügen laufen die Räuber mit beim Kleggau-Narrentreffen in Jestetten am 27. und 28. Januar sowie beim Nachtumzug in Erzingen, am Fasnetsonntag in Wutöschingen und am Rosenmontag in Grießen.

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