Gravierende Verkehrsverstöße deckte die Polizei am Mittwoch bei einer gemeinsamen Kontrolle mit dem Bundesamt für Güterverkehr auf der B 314 bei Horheim auf. Insgesamt wurden 17 Fahrzeuge im Laufe des Vormittags kontrolliert. Darunter befanden sich fünf Gefahrgut-Transporter. Zehn Fahrzeuge wurden beanstandet.
Ein Lastzug, der fünf Tonnen Gefahrgut geladen hatte, durfte nur noch bis zur nächsten Werkstatt fahren. An der Liftachse löste sich an einem Rad der Gummi von der Lauffläche. Die Weiterfahrt war erst nach Aufziehen eines neuen Reifens möglich.
Ein 20 Jahre alter Motorradfahrer wurde angezeigt, weil er an seiner Maschine den Schalldämpfer ausgebaut hatte. Dadurch ist die Betriebserlaubnis erloschen.
Ein Luftfrachtunternehmer, der die Ladung auf seinem Lastwagen nicht gesichert hatte, musste vor der Weiterfahrt erst seine Ladung verzurren. Ansonsten hätte schon beim starken Bremsen ein erhebliches Risiko für andere Verkehrsteilnehmer bestanden, so die Polizei.
Ein Fensterbauer musste seinen beladenen Anhänger stehen lassen, weil die Bremsen keine Wirkung mehr hatten. Diese Einschätzung wurde vom Sachverständigen beim TÜV bestätigt, auf dem Bremsenprüfstand wurde keinerlei Bremsleistung angezeigt. Der verkehrsunsichere Anhänger durfte nicht mehr angehängt werden.
Zu schnell war ein mit 71 Gasflaschen beladener Lastwagen unterwegs. Bei der Auswertung der Tachoscheibe wurden Geschwindigkeiten bis zu 85 Kilometer pro Stunde festgestellt. Zulässig wäre maximal Tempo 60 gewesen.
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