Die Südbadischen, eine vierzehnköpfige Blasmusikkapelle, die sich im Wesentlichen aus Musikern des Musikvereins Aispel-Rohr zusammensetzt, haben beim 3. Südtiroler Festival der böhmischen und mährischen Blasmusik in Mühlbach im Pustertal mit dem dritten Platz in ihrer Leistungsgruppe einen überraschenden Erfolg verbuchen können.
Thomas Senn, organisatorischer Leiter der Kapelle: „Eigentlich wollten wir nur einen Ausflug machen, den wir mit der Teilnahme an dem Wettbewerb verbunden hatten. Wir wussten nicht, was auf uns zukommt. Chancen hatten wir uns in dem hochkarätig besetzten Teilnehmerfeld nicht ausgerechnet. Es war toll, hier vor einem ebenso sachkundigen, wie begeisterungsfähigen Publikum aufzutreten. Der dritte Platz war für uns ein absolut unerwarteter Erfolg.“
Obwohl die Südbadischen erst im März vor zwei Jahren in der heutigen Formation unter der musikalischen Leitung von Sarah Jehle ihr erstes Konzert gegeben hatten, reicht die Geschichte der Kapelle schon viel weiter zurück. Bereits in den 20er Jahren des vergangenenen Jahrhunderts, bald nach Gründung des Musikvereins Aispel-Rohr, schlossen sich einige begeisterte Musiker zu einer kleinen Besetzung zusammen, um noch mehr Musik machen zu können. Anfangs nannte sich diese Formation schlicht und einfach Tanzmusik. Im Laufe der Jahre jedoch entschied man sich für den etwas individuelleren Namen: die Haselbachmusikanten. Aufgrund der Familienplanung zahlreicher Mitglieder wurden 1994 die gemeinsamen musikalischen Pläne erst einmal auf Eis gelegt und die Haselbachmusikanten lösten sich auf.
Bei vielen der ehemaligen Mitglieder blieb jedoch der Wunsch bestehen, sich wieder gemeinsam in eigener Formation den verschiedensten musikalischen Herausforderungen zu stellen. 2009 war es dann soweit. Acht motivierte ehemalige Haselbachmusikanten und einige weitere Musiker wagten einen Neubeginn. Am 27. März 2010 präsentieren sich die Südbadischen im Gasthaus Adler in Indlekofen-Aispel zum ersten Mal mit einem öffentlichen Auftritt.
Senn: „Unser Ziel ist es, mit den Südbadischen fünf bis sechs Mal im Jahr aufzutreten. Doch auch ohne Reklame ist die Nachfrage nach Auftritten unserer Formation, die sich der böhmisch-mährischen Blasmusik verschreiben hat, so groß, dass wir bereits einigen Anfragen Absagen erteilen mussten.“
