Mein

Weil am Rhein Das Miteinander steht im Mittelpunkt

Offizielle Einweihung des neuen Jugend- und Kinderhauses in Haltingen. Stadt Weil am Rhein erfüllt Betreuungsanspruch

Weils Oberbürgermeister Wolfgang Dietz weihte am Samstag das „Juke“, das neue Jugend- und Kinderhaus in Haltingen offiziell ein. Das Jugendzentrum hat diese Woche zum ersten Mal geöffnet. Die Kita arbeitet schon seit Januar. Zum Tag der offenen Tür kamen am Samstag auch einige Nachbarn, vor allem aber Eltern, die sich für die Kita interessierten.

„Die Verknüpfung von Schule, Jugend- und Kinderbetreuung hat Zukunft“, sagte OB Dietz. Seit 2003 habe die Stadt das Gelände der Hans-Thoma-Schule umgestaltet, die Schule saniert und zuletzt für 4,9 Millionen Euro das Jugend- und Kinderhaus auf dem Campus gebaut, rief er in Erinnerung. Damit sei ein lange gehegter Wunsch in Erfüllung gegangen. In der Kita könnten bis zu 40 Kleinkinder unter drei Jahren betreut werden, fuhr Dietz fort. Damit könne die Stadt den Rechtsanspruch erfüllen.

Die Kleinkindbetreuung stelle Kommunen und Landkreise vor eine „Herkulesaufgabe“, sagte Landrätin Marion Dammann. In Weil am Rhein hätten bei einer Umfrage des Landkreises sogar 42 Prozent der Eltern Bedarf angemeldet. Die befürchtete Klagewelle sei jedoch ausgeblieben, ergänzte der Bundestagsabgeordnete Armin Schuster. Nach einem Grußwort des Architekten Cornell Fuchs segneten der katholische Pfarrer Gerd Möller und seine evangelische Kollegin Renate Krüger das neue Kinder- und Jugendhaus.

Mädchen und Jungen des städtischen Kindergartens Kirschenstraße und der Chor der Hans-Thoma-Schule lockerten die offizielle Feier mit Bewegungsliedern und fröhlichen Songs aus dem Dschungel auf. Beide Einrichtungen sind mit dem neuen Jugend- und Kinderhaus eng verbunden. Die neue Kita gehört als Außenstelle zum Haltinger Kindergarten Kirschenstraße. Die Hans-Thoma-Schule und die städtische Jugendpflege planen gemeinsame Angebote für ältere Kinder und Jugendliche.

Viele Eltern interessierten sich für das Angebot der Kita in den mit viel Holz ausgestatteten hellen Räumen. Elf Erzieherinnen und zwei hauswirtschaftliche Kräfte betreuen dort aktuell 30 Kinder. Im Untergeschoss eroberten sich die Jugendlichen ihre neuen Räume. Nach der offiziellen Feier stellten sie ihre blauen Kinosessel, den Billardtisch und andere Spielgeräte auf. Den Besuchern boten sie Chili con Carne und Cocktails an. Das Jugendzentrum verfügt über zwei großzügige Räume mit Kochzeile und Nebenräumen, deren Glasfronten sich zum Schulgelände hin öffnen.

Im Jugendzentrum sahen sich Vertreter von Stadtverwaltung sowie Politik und ein paar Eltern um. Auch Nachbarn schauten vorbei und ließen sich von Sozialarbeiter Martin Illgen die Öffnungszeiten erklären. Illgen legte großen Wert auf solche Gespräche, da Nachbarn während der Planung des „Juke“ Befürchtungen vor Lärm geäußert hatten.

Doch ein Ehepaar, das direkt neben dem Schulhof wohnt, sah das gelassen – auch wenn es schon nachts von jungen Menschen gestört wurde. Ob das mit dem neuen Jugendzentrum in Zukunft häufiger passiere, sei völlig offen, meinten sie. Im Übrigen bräuchten Jugendliche Treffpunkte: „Als wir vor 20 Jahren in die Nähe der Schule zogen, wussten wir, auf was wir uns einlassen.“

Sichern Sie sich jetzt SÜDKURIER Digital und erhalten Sie dazu das iPad Air 2. Sie erhalten damit die Digitale Zeitung und Zugang zu allen Inhalten bei SÜDKURIER Online.
Exklusive Bodenseeweine
Korrekturhinweis
Neu aus diesem Ressort
Weil am Rhein
Weil am Rhein
Weil am Rhein
Weil am Rhein
Weil am Rhein
Weil am Rhein
Die besten Themen
Kommentare (0)
    Jetzt kommentieren
    Jetzt Newsletter anfordern:
    © SÜDKURIER GmbH 2017