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Weil am Rhein Anklage gegen rechtsradikalen Bombenbauer

Die Lörracher Staatsanwaltschaft hat Anklage beim Landgericht Freiburg gegen einen 23-jährigen Deutschen aus Weil am Rhein erhoben, der unter anderem im Verdacht steht, sich Chemikalien und sonstige Gegenstände für den Bau einer Bombe beschafft zu haben.

Dem der rechten Szene angehörigen Beschuldigten wird neben waffenrechtlichen Verstößen auch die Vorbereitung eines Explosionsverbrechens vorgeworfen.

Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass sich ein möglicher Anschlag gegen linke Aktivisten richten sollte. Der Verteidiger hat in Abrede gestellt, dass sein Mandant einen Sprengstoffeinsatz gegen politische Gegner ernsthaft in Betracht gezogen habe. Der Beschuldigte selbst hat bei den Vernehmungen bislang von seinem Schweigerecht Gebrauch gemacht, wie die Staatsanwaltschaft Lörrach am Freitag mitteilte.

Die Ermittlungsbehörden wurden vor einem Jahr durch eine anonyme E-Mail auf die illegalen Aktivitäten des 23-Jährigen aufmerksam. Nach einer Wohnungsdurchsuchung, bei der entsprechende Chemikalien sowie ein Sturmgewehr gefunden wurden, befand sich der Beschuldigte zeitweise in Untersuchungshaft. Der Haftbefehl gegen ihn wurde jedoch im Oktober 2009 gegen Auflagen aufgehoben.

Bei den Ermittlungen hat sich der Verdacht ergeben, dass eine Person aus dem Umfeld des Mannes für ihn weitere Chemikalien kaufte, die dieser jedoch nicht abholte.

Hintergrund: Kripo verhindert Neonazi-Anschlag

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