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Wehr Wir machen mehr aus Wehr

22.09.2008
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Mit der Gemeinschaftsaktion des ersten Freiwilligentages in Kooperation mit dem Caritasverband Hochrhein hat die Stadt Wehr eine Vorreiterrolle im Landkreis Waldshut übernommen. 52 ehrenamtliche Helfer machten dem Motto der Veranstaltung - "Wir machen mehr aus Wehr" - am Samstag alle Ehre und arbeiteten mit großem Engagement an zehn Projekten.

Wehr - "Wehr lebt von dem ehrenamtlichen Engagement seiner Bürger. 120 Vereine bei 13000 Einwohnern sind eine deutliche Leistung", betonte Bürgermeister Michael Thater. Auch ein Grund für den Caritasverband Hochrhein, an die Stadt heranzutreten, die den Anstoß zu diesem Experiment gegeben hat, und sich davon überzeugen konnte, die richtige Wahl getroffen zu haben.

Freiwilligentag

Im Kindergarten Seeboden waren schon von weitem die elektrischen Handmaschinen der Tischsäge und Schleifers zu hören, in der Schreinerei Meroth wehte einem der Geruch von Möbelpolitur und Lack um die Nase. Im Zuge des Freiwilligentages entstanden für den Kindergarten "In der Au" Tische und Bänke für den Waldspielplatz.

Echte Knochenarbeit leisteten die Ehrenamtlichen auf dem Bouleplatz. Da hatten es die vier Männer der Baumpflanzaktion vor der jüngst eingeweihten Tagespflege in Öflingen schon etwas einfacher, die in Kürze einen vier Meter hohen Amberbaum setzten. Gut beschäftigt waren die Freiwilligen beim Mittagstisch für Senioren, die neben der Verköstigung einen Hol- und Bringdienst boten. Ruhiger verlief es für die Helfer der Demenzbetreuungsgruppe. Schöner Nebeneffekt: "Wir konnten neue Interessenten für unsere Aufgabe gewinnen", erklärt Leiterin Andrea Kramer.

Aber nicht nur hier wurden neue Kontakte geknüpft, sondern auch in den Reihen der Ehrenamtlichen, bei denen von Privatpersonen, Institutionen der Stadt oder Firmen, mit Teilnehmern im Alter von drei bis 80 Jahren alle vertreten war.

So unterschiedlich die Motivation der Helfer auch war - ob Bürgerpflicht oder der Spaß, mit Anderen für Andere ein Ziel zu erreichen - alle verband die unverkennbare Freude an der gemeinsamen Tätigkeit. Im Rahmen dieses außergewöhnlichen Tages konnten von ursprünglich 18 geplanten Projekten zehn umgesetzt werden. "Zu denken, dass alle Projekte abgedeckt werden könnten, wäre zu hoch gegriffen gewesen. In einer Gesellschaft, in der zunehmend gefordert wird, ist der erste Freiwilligentag in Wehr ein gelungener Erfolg", betonte Stadträtin Gabriela Schuberth. Auf dem anschließenden Helferfest, wo alle durch eine fotografische Dokumentation den Tag nochmals Revue passieren ließen, war den Beteiligten die Zufriedenheit nach getaner Arbeit und gelungener Aktion anzumerken.

Bürgermeister Michael Thater, Bundestagsabgeordneter Thomas Dörflinger, wie auch Martin Riegraf, Vorsitzender des Caritasverbands Hochrhein und Anneli Ahnert, Stabsstelle Ehrenamt- freiwilliges Engagement der Caritas waren sich einig: "Ein gelungener Tag, dem weitere Auflagen im Landkreis folgen sollten." Der Freiwilligentag wurde von vielen Spenden im Vorfeld, wie auch durch ganz spontane Zuwendungen am Samstag getragen. "Ohne die wäre es gar nicht möglich gewesen", zeigt sich Nicole Herfert, Geschäftsführerin der Bürgerstiftung, von den Bürgern Wehrs beeindruckt.

Der erste Freiwilligentag wurde von folgenden Personen organisiert: Anneli Ahnert, Caritasverband Stabsstelle Ehrenamt & freiwilliges Engagement; Karl Kiefer, Caritas-Sozialdienst; Hannelore Griener, Leiterin Mittagstisch für Senioren; Nicole Herfert, Geschäftsführerin Bürgerstiftung Wehr; Bernhard Gerstle, Diakon Katholische Kirche St. Martin; Judith Frank, Leiterin Kindergarten Seeboden; Beata Rolirad, Stadtjugendpflegerin; Anja Schwarz, Studentin.

Bildergalerie im Internet:

www.suedkurier.de/bilder

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