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Der Pfarrgemeinderat von Sankt Martin befasste sich in seiner jüngsten Sitzung mit den kirchlichen Bauten. Diese waren im April 2011 von einem Vertreter des erzbischöflichen Bauamtes Freiburg im Beisein von Mitgliedern des Wehrer Stiftungsrates einer eingehenden Inspektion unterzogen worden.

Jetzt wurden die Ergebnisse vorgelegt. Diese fielen nicht besonders positiv aus. Hauptkirche, die zwei Kapellen, die Pfarrscheuer und das Pfarrzentrum waren untersucht worden. Alle weisen Schäden auf. In den Gotteshäusern hauptsächlich durch Regenwasser, das nicht richtig abfließen kann, weil, so die Expertise, verstopfte Entwässerungskanäle, Sandfänge und nicht richtig funktionierende Drainagerohre dies verhinderten. Die Wasserstaus und Feuchtigkeit seien Schuld, dass man heute diese Situation habe. Gründliches und regelmäßiges Säubern aller Siebe und Rohre empfiehlt das erzbischöfliche Bauamt Freiburg als Sofortmaßnahme. Wenn das nicht nütze, müssten die Handwerker ran.

Die frühere Pfarrscheuer (alter Pfarrsaal) wurde im vergangenen Jahr unter Denkmalschutz gestellt. Das bedeute, dass diese nicht abgerissen oder in ihrem Erscheinungsbild verändert noch beeinträchtigt werden darf. Das erzbischöfliche Bauamt geht sogar so weit und spricht für den Dachraum ein Benutzungsverbot aus. Es kritisiert die bestehende Praxis, dass die oberen Räume für Gruppenstunden und Jugendarbeit benützt werden und empfiehlt schnellstens einen Fluchtwegplan mit der örtlichen Feuerwehr auszuhandeln. Lediglich als Lagerraum sei der Dachboden zuzulassen.

Die meisten Mängel weist das 1976 eröffnete Pfarrzentrum auf. Entsprechend hoch taxierte das Freiburger Amt hier die Kosten für eine Generalsanierung. Das Bauamt wirft die Frage auf, ob Gemeinderäume in dieser Größe künftig in der Pfarrei überhaupt noch nötig sind. „Ja“, sagt dazu die Sitzungsleiterin und Pfarrgemeinderatsvorsitzende Monika Mayer. Die starke Frequenz des Hauses zeige, dass das Pfarrzentrum benötigt werde, und das sicher auch noch morgen. Als erste Sanierungsmaßnahme beschloss die Ratsrunde die Heizung in Angriff zu nehmen. Galt lange die Steuerung als veraltet und nicht mehr zu reparieren, so fand sich jetzt doch ein Heizungsbauer, der das Teil ersetzen kann. Und dieser bekam den Auftrag. Auch die Steuerung der Kirchenheizung soll demnächst erneuert werden.

Abgesegnet wurde der Antrag des Hausmeisters. Er möchte die Getränkepreise im Pfarrzentrum erhöhen. Zwei Drittel stimmten für den Antrag, ein Drittel war dagegen oder enthielt sich. In punkto neue Lautsprecheranlage für die Kirche konnte Dieter Walz berichten, dass man nach wie vor am Ball sei. Eine so hochheikle Angelegenheit brauche Zeit, soll später die Beschallung stimmen, waren sich die Mitglieder des Pfarrgemeinderates einig.

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