Aber sie hatten auch Anregungen mit im Gepäck. Eine, die bei Bürgermeister Michael Thater direkt auf offene Ohren stieß, war die Idee, ein Jugendparlament einzurichten. „Das Thema Jupa war schon einmal vor einigen Jahren aktuell. Mangels Engagement konnte es aber damals nicht umgesetzt werden“, freute sich Thater über den neuerlichen Anstoß. Stadtjugendpflegerin Beata Rolirad schlug als Einstieg vor, ein kleines Parlament im Jugendhaus ins Leben zu rufen.
Da es auf öffentlichen Plätzen, wie dem Storchenplatz oder auch im Ludingarten immer wieder zu Konflikten zwischen Anwohnern und Jugendlichen kommt, setzen die jungen Besucher große Hoffnung auf einen Treffpunkt explizit nur für die Jugend. Eine Aussage, die bei Michael Thater im Übrigen für Erstaunen sorgte. „Gerade im Ludingarten würde ich euch gerne sehen“, so der Rathauschef. Der sicherte seinen jungen Diskussionspartnern zu, dass ein solcher Platz bereits in Überlegung stünde, die Standortwahl aber keine Leichte sei. „Er muss für die Erreichbarkeit zwar zentral liegen, sollte gleichzeitig aber auch etwas abgelegen sein, um Anwohner nicht zu stören“, betonte Thater. Ein Vorschlag aus den Reihen der Jugendlichen war der Meierhof, allerdings fernab der Wohngebiete.
Die Jugendlichen über 16 Jahren vermissen einen Treffpunkt nach 22 Uhr oder am Wochenende, wenn das Jugendhaus von eigenverantwortlichen Gruppen genutzt wird und der Besuch von Gasthäusern auf Dauer für Schüler oder Auszubildende zu teuer wird. Gleichzeitig kam auch der Wunsch nach mehr Veranstaltungen nach dem Vorbild des Jugendballs zu Fasnacht zum Tragen. Hier ermunterte Christoph Schmidt, Fraktionssprecher der Freien Wähler in Wehr: „Ergreift die Initiative und sucht die Kooperation mit Vereinen, der Stadtjugendpflege und anderen Partnern.“
