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Wehr Gefahr am Wegesrand

Wehrer Hundehalter befürchten, dass an beliebten „Hundestrecken“ Gift ausgelegt wurde. Vier Hunde haben Vergiftungserscheinungen gezeigt, einer davon starb.

Vorsicht beim Gassigehen! Wehrer Hundehalter fürchten, dass Giftköder ausgelegt wurden. Es soll bereits zu vier Vergiftungsfällen gekommen sein.
Vorsicht beim Gassigehen! Wehrer Hundehalter fürchten, dass Giftköder ausgelegt wurden. Es soll bereits zu vier Vergiftungsfällen gekommen sein. | Bild: Bild: Archiv

Wehr – Wehrer Hundehalter haben Angst. Viele befürchten, dass ihre Vierbeiner mit Giftködern getötet werden sollen. Den SÜDKURIER erreichten diese Woche entsprechende Hinweise von besorgten Hundebesitzern.

Eine Halterin berichtete, es sei seit etwa einer Woche zu vier Fällen gekommen, in denen Hunde nach dem Gassigehen Vergiftungserscheinungen gezeigt haben. Drei der Hunde sollen sich bereits wieder erholt haben, schilderte sie, ein Hund habe es jedoch nicht überlebt. Offenbar hängt dies mit dem höheren Alter des Tieres zusammen, vermutet ein anderer Hundebesitzer. Vor dem Spaziergang, so wird berichtet, sei der später gestorbene Vierbeiner jedenfalls noch völlig gesund gewesen. Die betroffenen Hundehalter möchten nicht namentlich erwähnt werden.

Dennoch hat ihre Geschichte in Wehr offensichtlich bereits weite Kreise gezogen. Auch beim Polizeiposten Wehr ist die Befürchtung der Hundebesitzer bereits angekommen, dass absichtlich Gift ausgelegt wird. Außerdem sei zusätzlich die Rede von einem mit Gift getöteten Pferd gewesen. Eine Anzeige in dieser ganzen Sache sei jedoch bis jetzt noch nicht erfolgt, sagt Hansjörg Thoma vom Polizeiposten. Auf die Frage, ob es sich bei den Giftködern womöglich um einen Racheakt wegen des Ärgernisses „Hundehäufchen“ handelt, konnte Hansjörg Thoma derzeit nichts Konkretes sagen.

Auch beim Wehrer Ordnungsamt hat man bereits Kenntnis von den Vorgängen. Ordnungsamtsleiter Bernd Oßwald hat schon davon gehört. Seinen Informationen nach sind die Vergiftungsfälle im Bereich Dinkelberg aufgetreten und hätten bisher den Tod eines Hundes zur Folge gehabt.

Der SÜDKURIER sprach zudem mit einer Wehrer Hundehalterin, die bei ihrem Haustier zunächst einen unspezifischen Durchfall festgestellt hat. Als sie jedoch von den Vergiftungsfällen hörte, habe sie die Symptome ihres Hundes mit dieser Ursache in Verbindung gebracht. Dies lag nahe, da sie mit ihm ebenfalls am Dinkelberg spazieren gegangen war. Wie hoch die Dunkelziffer bei vergifteten Hunden ist, weiß allerdings bislang niemand. Die Wehrerin fasst die Gefühle ihrer Leidensgenossen folgendermaßen zusammen: „So langsam bricht Panik unter den Hundehaltern aus.“

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