Jürgen Ernst, grüner Gemeinderat der Stadt Wehr, hat vor wenigen Wochen mit seinen Kollegen vom Arbeitskreis Radwegekonzept ebendieses im Gemeinderat vorgestellt – ein Radwegekonzept. Darin wurde die Situation der Radwege und des Radverkehrs in Wehr betrachtet, bewertet und Vorschläge eingebracht. Der Gemeinderat hat nun ein genaueres Bild vom Wehrer Radverkehr gezeichnet.
„Von einer Fahrradstadt Wehr kann keine Rede sein“, sagt Ernst. Er habe sich sehr gefreut, mit dem Arbeitskreis arbeiten zu können. In den vergangenen Jahren sei wenig im Bereich Fahrradfreundlichkeit gemacht worden, es gebe einige Stellen für Verbesserungen. 2011 stellte die Stadt kein Geld zum Ausbau zur Verfügung. Dieses Jahr sind es immerhin 5000 Euro. Ernst findet das immer noch eindeutig zu wenig. Neben den offensichtlichen Gesundheits- und Umweltvorteilen wie dem nichtvorhandenen Abgasausstoß, der geringen Lärmentwicklung und den Vorzügen einer sportlichen Lebensweise erlebe er, mit dem Rad schneller voranzukommen. Deshalb sei es notwendig, das ein vernünftiges und sicheres Fahrradnetz da ist – das jetztige sei vor allem für Kinder gefährlich.
„Ich hoffe, dass mit besserem Angebot noch mehr gefahren wird“, sagt er und lacht. Das regionale Fahrradnetz habe sich durch eine gute Ausschilderung verbessert. Er würde sich aber lieber mehr am Schweizer System orientieren. „Die kleinen grünen Schilder sind gut, aber die großen roten in der Schweiz sind nicht so leicht zu übersehen“, meint er. Er erinnert sich noch, dass vor dem Ausbau Fremde in der Stadt oft orientierungslos gewesen seien. Das städtische Netz hält er für verbesserungsfähig. Besonders wichtig ist ihm eine deutlichere Markierung.
