Wehr (hjb) Ganz neue Töne werden beim diesjährigen Herbstkonzert der Stadtmusik am kommenden Samstag, 15. Oktober, um 20 Uhr in der Stadthalle angeschlagen. Es werden weder Film- und Wunschmelodien, noch Rock und Pop zu hören sein. Der Abend ist ganz der alpenländischen Blasmusik gewidmet. Dazu gibt es in Musik und Spiel Auszüge aus der Operette „Im Weißen Rössl am Wolfgangsee“ von Ralph Benatzky. Oftmals verfilmt und auch auf der Bühne gespielt, hält die Geschichte um Wirtin Josepha und Zahlkellner Leopold nun auch in Wehr Einzug.
Natürlich wird dieses Singspiel nicht in voller Länge gezeigt. Die Stadtmusik hat es auf die wichtigsten und schönsten Szenen gekürzt und wird auch nur die gängigsten Melodien daraus spielen. Viele von ihnen sind zu Ohrwürmern geworden, etwa „Was kann der Sigismund dafür, dass er so schön ist“ oder „Im Salzkammergut, da kann man lustig sein“ . Einige Textpassage sind umgedichtet und auf Wehrer Verhältnisse zugeschnitten worden.
Gesprochen werden die Dialoge von Musikern, die sich erst mit ihren ungewohnten Rollen vertraut machen mussten. Aber von Probe zu Probe wuchs die Sicherheit und damit auch der Spaß und die Freude an der Aufgabe. Die Mitwirkenden hoffen, neben den Musikerinnen und Musikern sind es noch Sänger des Männerchores, dass auch das Publikum seinen Spaß haben wird. Wenn die Besucher sich getreu dem Motto des Abends kleiden würden (Sepplhose, Dirndl und andere Trachten), würde die Veranstaltung ein ganz besonderes Flair bekommen. Der ganze Konzertabend am Samstag steht übrigens im Zeichen Österreichs und Bayerns.
Es sei schon lange Wunsch vieler Freunde der Stadtmusik gewesen, einmal einen zünftigen bayerischen Abend mit dem Verein erleben zu dürfen. Dieser wird nun erfüllt: „Wir werden viel alpenländische Musik aus den genannten Ländern bieten und damit hoffentlich unser Publikum begeistern“, erklärt Chefdirigent Joachim Pfläging.
Fünf Kompositionen stehen im ersten Teil auf dem Programm, in vier davon werden Instrumentalsolisten zu hören sein. Pfläging selbst übernimmt einen Solopart. Den Abend eröffnen wird die Jugendkapelle. Diese wird ihre zwei Pflichtstücke, die sie bei den zwei kommenden Wettbewerben in Balingen und Bühl verbindlich ins Programm nehmen musste, spielen. Für Joachim Pfläging ist das eine gute Gelegenheit letzte Aufschlüsse über den derzeitigen Leistungsstand seiner Jugend zu bekommen.
