Strittige Themen begleiteten Winfried Kretschmann am Hochrhein. Welches Wort er während seines Besuches denn am häufigsten gehört habe? Da muss auch der sonst oft bedächtige Landesvater nicht lange überlegen: "Fluglärm", sagt er entschlossen. Auf die zweite Frage, ob das ihm gefallen habe, antwortet er dagegen eher ausweichend. "Das war mir klar, dass mich das hier ertwartet", so seine Reaktion.
Da es am Hochrhein eine breite Ablehnung des Staatsvertrages zwischen Deutschland und der Schweiz gebe, habe er durchaus mit diesen Diskussionen gerechnet. Strittige Themen stünden auf einer Kreis-Tour oftmals im Vordergrund. "Das ist völlig in Ordnung", so Kretschmann wörtlich.
Er werde den Vertrag nur dann mit ratifizieren, wenn er erhebliche Verbesserungen für die Bevölkerung bringt. Nach Vertragslage sei das der Fall. Jetzt ginge es noch um das Kleingedruckte - das wiederum dürfe jetzt nicht das Großgedruckte einsammeln. Ziel sei es, die Bevölkerung vom Lärm zu entlasten.
Was er vom Besuch am Hochrhein mit nach Stuttgart nehme? "Das es hier schon immer eine wache und aufmüpfige Bevölkerung gab". Das sei so geblieben seit den Salpeterern. Insgesamt sei der Kreis wirklich gut aufgestellt.