Es sind kleine Messingtafeln mit einer Inschrift. Jede beginnt mit „Hier wohnte“ und nennt dann Namen und Lebensdaten des Opfers. Die meisten enden mit ermordet in… oder tot und die Jahreszahl. Bis Ende 2011 waren an etwa 700 Orten über 32 000 solcher Stolpersteine verlegt.
Wo in Waldshut: Kaiserstraße 17 (heute Sparkasse) im Andenken an Klara und Jenny Aufrichtig (zwei Stolpersteine); Schwarzwaldstraße 7 für Josef Messmer; Liederbach 2 – 8 für Anton und Gottlieb Reinhardt. Stadtführerin Karin Lindemann hat die Lebensgeschichte der Schwestern Aufrichtig in ihre frauenhistorische Stadtführung aufgenommen.
Wo in Tiengen: Hauptstraße 2 für Moritz, Martha, Jeanette Ilse und Ernst Meier; Hauptstraße 48 für Julius und Telly Guggenheim; Hauptstraße 55 für Sabine Bernheim und Tilly Wurmser; Glockenbergstraße 10 für Erny und Marion Abraham (ursprüngliches Haus in der Berghausstraße existiert nicht mehr); Tugoweg 5 für Heimann Rabbinowicz; Weihergasse 7 für Ida Guggenheim; Priestergasse 13 für Amalie Bernheim; vis-à-vis Priestergasse 4 für Sofie Schwartz; Hauptstraße 83 für Hermann Albrecht. Jeder Stolperstein steht für einen Namen und einen Menschen.
Wann: Die Stolpersteine werden voraussichtlich am 14. und 15. September verlegt. Der Freundeskreis Jüdisches Leben in Tiengen kümmert sich um die Organisation der reibungslosen Verlegung der Gedenksteine. Das städtische Tiefbauamt hat Unterstützung zugesagt. Gunter Demnig stellt pro Stolperstein 120 Euro in Rechnung. Interessierte können Patenschaften übernehmen.
