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Waldshut-Tiengen „Persönlich bin ich gegen das Töten von Tieren“

19.06.2010
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Andrea Girsch beurteilt die Wildtierjagd aus Sicht des Tierschutzes. Sie ist Vorsitzende des Tierschutzvereins Waldshut-Tiengen und Umgebung.

Andrea Girsch beurteilt die Wildtierjagd aus Sicht des Tierschutzes. Sie ist Vorsitzende des Tierschutzvereins Waldshut-Tiengen und Umgebung.

Passen Jagd und Jäger noch in die heutige Zeit?

Ich muss vorausschicken, dass ich persönlich grundsätzlich gegen das Töten von Tieren bin. Insofern müsste ich mit einem klaren Nein antworten. Ein Fortschritt aus Sicht des Tierschutzes wäre es aber schon, das in seinen Grundstrukturen noch aus der Nazizeit stammende deutsche Jagdgesetz auf den Stand unserer Zeit zu bringen. Bei dieser überfälligen Gesetzesnovelle sind in erster Linie die Politiker gefragt.

Welche Mängel hat das Jagdgesetz?

Dem deutschen Jagdgesetzt nach ist zum Beispiel heute noch die Jagd mit Fallen erlaubt. Eine tierquälerische Art. Das darf nicht so bleiben. Ebenso muss die immer noch erlaubte Jagd in Naturschutzgebieten unter Verbot gestellt werden.

Gibt es auch Tierarten, die Ihrer Meinung nach nicht bejagt werden dürften?

Schwäne, Wildtauben, Zuggänse – alle diese Tiere stehen noch als jagdbar im Gesetz. Wozu? Das muss aufhören. Vor der Jagd geschützt werden müssten grundsätzlich alle bedrohten Tierarten, die auf der Roten Liste stehen.

Ist aus Tierschutzsicht auch zu kritisieren, wie gejagt wird?

Dazu will ich ein Beispiel aus der erlaubten Praxis aufzeigen: Füchse dürfen das ganze Jahr über geschossen werden. Auch zu Zeiten, in denen die Füchsinnen Junge zu versorgen haben. Eine solche Praxis nimmt billigend in Kauf, dass die Mutter geschossen wird und die Jungen unversorgt bleiben – dass sie elend verhungern. Das ist Tierquälerei.

Wie sehen Sie das Verhältnis von Jäger und Haustier?

Der Jäger hat ja oft selbst einen Hund. Aber dass er völlig legal Haustiere erschießen darf, die er im Jagdrevier antrifft, Hunde und Katzen zum Beispiel, das ist nicht weiter zu tolerieren. Auch diese Regelung im Jagdgesetzt muss abgeschafft werden.

Ist eine Welt ohne Jagd vorstellbar?

Meiner Überzeugung nach ja. Ich bin sicher, dass es die Natur alleine schafft, wieder zu einem ausgeglichenen Tierbestand zu kommen und zu einem Gleichgewicht von Tier- und Pflanzenarten. (mhe)

Jagd ist kein Naturschutz
Durch die Jagd werden jährlich 3-4 Tonnen Blei in der Natur freigesetzt.
Verlust des Jagdscheines - grööll
@Dany2233
Lach mich tot. Wieviele Jäger kennst Du die den Jagdschein wegen dem Abschuss ...
gegen die Jagd !!!
JägerInnen stellen nur 0,3% der Bevölkerung. Und trotzdem beherrschen sie fast unsere gesamte Natur.
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