Mein

Waldshut-Tiengen/Endingen Weg zur jüdischen Kultur

28.05.2009
Artikel drucken


Ein neuer jüdischer Kulturweg, der die Geschichte der Juden im Schweizer Surbtal sichtbar macht, wurde dieser Tage eröffnet. Der Freundeskreis Jüdisches Leben in Tiengen hofft, ihn eines Tages bis in die Doppelstadt weiterführen zu können.

Waldshut-Tiengen/Endingen - „Es ist ein Weg in die Zukunft, nicht in die Vergangenheit“, so die ehemalige Schweizer Bundesrätin Ruth Dreifuss bei der Eröffnung des jüdischen Kulturweges im Schweizer Surbtal, zwischen Endingen und Lengnau. Aus Waldshut-Tiengen waren Vertreter des Jüdischen Freundeskreises und der Stadt angereist, um das Ereignis mit den Nachbarn zu feiern.

Der Freundeskreis, der im Tiengener Schloss einen Raum eingerichtet hat, der an das Leben der Juden in der Stadt erinnert, wünscht sich eine Weiterführung des Schweizer Weges bis in die Doppelstadt.

Allen Schweizern sind die Namen der beiden Dörfer ein Begriff. Nur dort war es Juden bis Mitte des 19. Jahrhunderts erlaubt, sich niederzulassen. Um 1850 war die jüdische Gemeinde im Surbtal stark angewachsen, machte etwa die Hälfte der Bevölkerung aus. Erst 1866 wurde den Schweizer Juden Niederlassungsfreiheit zugesprochen. Die meisten wanderten daraufhin in andere Schweizer Städte ab oder zogen weiter ins Ausland. Ihre Toten beerdigten sie bis 1750 auf einer Rheininsel zwischen Waldshut und Koblenz, da sie bis dahin in ihren Dörfern kein Land erwerben durften.


SEITE: 1 2 >>
Waldshut-Tiengen
zu diesem Artikel sind keine Beiträge vorhanden
Schreiben Sie Ihre Meinung
Überschrift
Text


noch 1000 Zeichen


Informiert bleiben:
Bei jedem neuen Kommentar in dieser Diskussion erhalten Sie automatisch eine Benachrichtigung