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Waldshut-Tiengen Waldshut-Tiengen: Dutzende beschweren sich über Gelbe Säcke

Ein 35-jähriger Tiengener scheint vielen Waldshut-Tiengenern aus der Seele zu sprechen. Der Grund: Die aktuell schlechte Qualität der Gelben Säcke. Wie kommt es dazu?

Die Gelben Säcken sorgen im Kreis Waldshut für Ärger. Der Grund: die aktuell schlechte Qualität. Hauptproblem aus Sicht von verärgerten Bürgern ist, dass sich die Säcke an der vorgegebenen Perforierung schlecht abtrennen lassen und dabei vielfach einreißen.

Wenn es dann doch geklappt hat, würden die Tüten beim Befüllen sofort an der Naht einreißen. Andere Konsumenten beklagen, dass auch das Zusammenziehen der Zugbänder Probleme bereitet. Ausgelöst wurde die Beschwerdewelle durch einen öffentlichen Brief eines 35-jährigen Tiengeners an die zuständige Firma Remondis in Maulburg, den er auf Facebook veröffentlichte. Bisher haben bereits über 390 Facebook-Nutzer dem Verfasser des Schreibens mit einem sogenannten Like zugestimmt, 170 Mal wurde der Brief bereits geteilt und Dutzende zustimmende Kommentare wurden abgegeben.

So reagiert die betroffene Firma

Den Brief an die zuständige Firma hat der 35-Jährige bereits am Wochenende verfasst. „Ich habe den Müll weggebracht und wollte eine neue Tüte abtrennen – dabei sind die Säcke immer wieder eingerissen. Irgendwie erschien mir dieses Problem nicht neu“, erklärt der Tiengener auf Anfrage. „Also dachte ich mir, ich nutze mal das Kontaktformular des Herstellers."

Unter anderem schrieb der 35-Jährige: „… es bedarf für mich am heutigen Tage einer Anleitung, wie es mir gelingt, von ihrer Rolle der Gelben Säcke, sagen wir mal 50 Prozent der gefalteten und durch Perforierung getrennten Einzelexemplare so zu trennen, dass dies jeweils einen geschlossenen Sack ergibt, also einen Sack, in welchen ich Dinge hineintun kann und diese Dinge bleiben darin.“ Weiter regt er an: „Im Übrigen gibt es bereits Müllsackrollen, die aus nicht verschweißten Säcken bestehen und es gibt Gelbe Säcke anderer Hersteller, die wunderbar funktionieren.“ Dass es im Internet eine solche Resonanz auf das Schreiben geben würde, damit hätte er nicht gerechnet.

Ein Sprecher der Niederlassung Remondis in Maulburg zu den Vorwürfen: „Sowohl die Dicke der Gelben Säcke als auch die Zugfestigkeit werden von dem sogenannten Dualen System vorgegeben. Allein im Kreis Waldshut verteilen wir jährlich 4,5 Millionen Säcke. Weil wir nicht jede Rolle einzeln überprüfen können, können jedoch auch immer einmal Fehlchargen dabei sein.“ Die Gelben Säcke seien bewusst aus einer dünnen Kunststofffolie gefertigt, einerseits um den immer wieder vorkommenden Missbrauch als Müllbeutel wenigstens etwas einzudämmen und andererseits um auch verschlossene Gelbe Säcke von außen auf Fehlbefüllung überprüfen zu können, heißt es vonseiten von Remondis.

Falls sich größere Fehler herausstellen sollten, wolle Remondis umgehend für Ersatz sorgen. Zu diesem Zweck habe das Unternehmen immer ausreichend Gelbe Säcke vorrätig und könne jederzeit weitere Säcke bereitstellen.

Um ein Reißen der Säcke zu verhindern empfiehlt die Firma, die Gelben Säcke nur lose zu befüllen. Die Firma Remondis weist darauf hin, dass Reklamationen rund um die Gelben Säcke unter Telefon 08 00/122 32 55 entgegen genommen werden.

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