Pilze aus dem Schwarzwald sind bei Besuchern aus der Schweiz sehr begehrt. „Derzeit kommen die Schweizer nicht nur zum Einkaufen nach Deutschland, sondern auch, weil im Schwarzwald zur Zeit reichlich Pilze wachsen“, hält das Zollamt Laufenburg fest. Doch Vorsicht: Pro Personen darf täglich nach dem Bundesnaturschutzgesetz maximal ein Kilogramm der Waldfrüchte gesammelt werden.
Das gilt übrigens nicht nur für die Eidgenossen, sondern generell für jeden Pilzsammler, also auch für die Deutschen. Damit soll der Fortbestand schützenswerter Pflanzen gewährleistet und dem Eingriff in die Natur Grenzen gesetzt werden. Trotz einiger Pilzsammler steht es laut Landratsamt Waldshut-Tiengen gut um die Pilzpopulation. Wer mehr als ein Kilogramm sammelt und erwischt wird, muss pro Kilogramm über 100 Euro
Bußgeld bezahlen.
Doch was passiert eigentlich mit den Pilzen, die der Zoll beschlagnahmt? „Wir geben sie an karitative Einrichtungen weiter, die sie verwerten können. Allerdings lehnen viele Einrichtungen dies mittlerweile ab, aufgrund von Hygienevorschriften oder weil sie keinen Pilzexperten im Haus haben“, sagt Michael Hauck vom Hauptzollamt in Singen.
Auch das Spital in Waldshut nimmt seit etwa drei Jahren keine Pilze mehr an. „Wir haben keinen Experten mehr, der sicher sagen kann, um welche Pilze es sich handelt“, erklärt Uwe Lorenz, Geschäftsführer vom Waldshuter Spital. Und ein Risiko wolle man dort auf keinen Fall eingehen.