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Waldshut-Tiengen Verschwundene Katzen geben Rätsel auf

Cornelia Grimm ist glücklich, nach zwei Wochen Ungewissheit Kater Mogli wieder im Arm zu haben – aber was ist mit den anderen 13 Katzen, die im Zeitraum von Ende April bis Anfang Juni in Tiengen und Lauchringen verschwunden sind?
Cornelia Grimm ist glücklich, nach zwei Wochen Ungewissheit Kater Mogli wieder im Arm zu haben – aber was ist mit den anderen 13 Katzen, die im Zeitraum von Ende April bis Anfang Juni in Tiengen und Lauchringen verschwunden sind? | Bild: Freudig

Das Verschwinden von Katzen gibt auch in Tiengen Rätsel auf. Bisweilen kommen vermisste Tiere jedoch von selbst nach Hause zurück – etwa im Fall von Kater Mogli, der nach zweiwöchiger Abwesenheit wieder zufrieden bei seinem Frauchen auf dem Arm schnurrt.

Fast zwei Wochen war er verschwunden – jetzt ist er wieder da: der schwarze Kater Mogli, eine der in der Tiengener Ketteler-/Hansjakob-Straße vermissten Katzen. Auch wenn die Freude Cornelia Grimms über seine Rückkehr groß ist, bleibt die Frage, wo er gewesen ist und was mit den anderen drei Katzen ist, die seit Ende April bis Anfang Juni allein in diesen beiden Straßen verschwunden sind. Und weitere zehn in anderen Teilen Tiengens und in Lauchringen.

Sie und ihre Nachbarin Monika Ciulla, bei der Kater Mogli ebenfalls ein und aus geht, erzählen von insgesamt 13 verschwundenen Katzen in diesem Zeitraum. Mogli sei noch nie länger als einen Tag weg gewesen. Dass er freiwillig fast zwei Wochen lang umher gezogen ist, hält Cornelia Grimm für ausgeschlossen. Sie glaubt eher, dass er irgendwo eingesperrt war: „Er hat zwar abgenommen und ist sehr schreckhaft, sieht aber sonst gepflegt aus, nicht wie eine Katze, die sich zwei Wochen im Freien durchgeschlagen hat.“ Die Nachbarinnen hatten in der ganzen Nachbarschaft nach Mogli gefragt, Tierärzte angerufen und sogar den nahe gelegenen Wald abgesucht – keine Spur von dem Kater.

Nachdem eine kurze Glosse in unserer Zeitung am 6. Juni auf das Verschwinden der vier Katzen in der Ketteler-/Hansjakob-Straße aufmerksam gemacht hatte, ist Monika Ciulla von weiteren Katzenhaltern angerufen worden, die Katzen vermissen. Deshalb wissen die Nachbarinnen die genaue Anzahl der verschwunden Tiere.

Cornelia Grimm und Monika Ciulla halten es für möglich, dass die Katzen eingefangen worden sind. Womöglich von Tierfängern. Vielleicht konnte Mogli ja entwischen.

Eine Beobachtung beunruhigt Monika Ciulla. Zwei Mal hat sie in dem betreffenden Zeitraum einen seltsamen, fast Lkw-großen, nach oben hin leicht schräg zulaufenden weißen Wagen an ihrem Haus vorbeifahren gesehen. Nur ganz oben, nicht einsehbar für Passanten, hätte er ein kleines Fenster gehabt.

Bei der Polizei sind die Nachbarinnen auch schon gewesen. „Wir sind nicht bereit, das einfach so hinzunehmen“, meint Cornelia Grimm. Die Nachbarinnen raten Katzenhaltern, die Augen offen zu halten und auf ihre Tiere aufzupassen, sie möglichst nachts drinnen zu behalten. „Wenn jemand etwas Verdächtiges bemerkt, sollte er reagieren“, meint Monika Ciulla.

Die Tiengener Tierärztin Barbara Schneider sagt: „Es gibt keine nachweisbare Erklärung für die auffallend große Zahl der verschwundenen Katzen.“

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