Die Deutschland-Bananenfahne des Waldshuter Friseurmeisters Tommy Buschle darf weiter im Wind flattern. Die Staatsanwaltschaft hat ihr Ermittlungsverfahren eingestellt.
Wegen „Verunglimpfung des Staates und seiner Symbole“ hatte die Staatsanwaltschaft Waldshut ein Ermittlungsverfahren gegen den Friseurmeister Tommy Buschle eingeleitet. Grund war eine Flagge, die hinter der Wohnung Buschles im Waldshuter Ziegelfeld flattert: Eine Deutschlandfahne mit Banane.
Der Friseurmeister musste zwecks Vernehmung zur Kriminalpolizei. Dort übergab er eine schriftliche Stellungnahme. Darin erklärte Buschle, dass mit der Südfrucht nicht etwa auf den diffamierenden Begriff Bananenrepublik angespielt werde. Das gelbe Obst solle vielmehr an den Mauerfall erinnern, als die DDR-Bewohner im Westen am liebsten Bananen gekauft hätten.
Auch die Anklagebehörde selbst, die das Verfahren aufgrund von Medienberichten über die Fahne eingeleitet hatte, sah letztendlich keine Verunglimpfung. Das Ermittlungsverfahren sei eingestellt worden, teilte der zuständige Staatsanwalt dem Friseurmeister mit.
Tommy Buschle, bekannt auch durch seinen Feldzug gegen die Zwangsmitgliedschaft in der Handwerkskammer: „Es wundert mich, dass da überhaupt ermittelt wurde.“
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