Nasen-, Zungen oder Bauchnabelpiercing, Tattoos auf Rücken, Arm oder Bein. Viele Jugendliche aus dem Landkreis Waldshut haben entweder ein Piercing oder ein Tattoo, einige haben sogar beides. Über Risiken machen sich unsere Befragten weniger Gedanken. Angst haben sie nur vor Entzündungen.
Alin Onofrei aus Tiengen hat ein Bauchnabelpiercing: "Ich finde Piercings und auch Tattoos wunderschön. Gerade zur Sommerzeit, wenn man im Schwimmbad liegt, ist es toll, etwas Besonderes am Körper zu haben", sagt die 21-jährige Altenpflegerin. "Ich hatte Angst vor den Schmerzen und Entzündungen", aber Gedanken über Risiken hat sie sich nicht gemacht. "Heute arbeiten die meisten Piercer sehr steril, der Laden ist sauber und Handschuhe sind ein Muss."
Simone Eichkorn, Altenpflegerin aus Bonndorf, hat ein Piercing in der Nase und im Bauchnabel. "Ich habe mir auch die Brustwarzen piercen lassen, aber eines der Piercings hat sich dann entzündet und ich habe dann beide herausgenommen." Trotzdem würde sie sich erneut piercen lassen, wenn ihr Beruf das zulassen würde. Angst vor Risiken hat die 24-jährige Altenpflegerin jedoch nicht.
Tobias Marent aus Lauchringen hat weder Piercing noch Tattoo. "Mir gefallen zwar einige Tattoos ganz gut, wie auf dem Rücken, aber wenn ich dann ans Alter denke, wenn die Haut schlaff ist und hängt, bin ich mir doch ziemlich sicher, mich auch künftig nicht tätowieren zu lassen", sagt der 16-jährige Auszubildende.
Johannes Fechtig aus Berau hat ein Piercing in der Augenbraue. "Jedoch hatte ich viele Probleme damit. Es hat sich immer wieder entzündet." Die Schuld dafür gibt der 19-jährige Auszubildende zur Gebäudetechnik nicht der Piercerin: "Sie hat mich über die Risiken aufgeklärt." Bevor er sich piercen ließ, hat er sich bei Freunden informiert. Nochmal würde er sich jedoch nicht piercen lassen, über ein Tattoo denkt er nach. (skd)
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