So lange Vollgas, bis der Reifen brennt
Harter Sound: "Still no Name" heizten den Besuchern beim Bergalinger Motorradtreffen mit Rock aus eigener Feder ein.
Gas geben, bis der Reifen brennt: Das war am vergangenen Wochenende bei der großen Burn-out-Party der Motorradfreunde Hotzenwald wieder einmal angesagt. Im Mittelpunkt standen wie immer spektakuläre Motorradeinlagen, harte Rockmusik und aufgemotzte oder umgebaute Maschinen.
Zwei Tage lang lag der Geruch von verschmortem Gummi in der Luft über dem Festplatz beim Sportplatz in Bergalingen. Motorradfahrer aus ganz Deutschland waren wieder dabei und boten sich atemberaubende und vor allem auch ohrenbetäubende Duelle im Burn-out-Käfig. Und die angereisten Biker ließen sich bei ihren Shows nicht lumpen. Denn wie immer war das Motto: Je spektakulärer, desto besser. So wurden die Hinterräder der Motorräder kräftig zum Qualmen gebracht und der Gummi gleichmäßig auf der Betonplatte des Burn-out Käfigs verteilt. Die Wirkung der Shows wurde mit Hilfe eines Bunsenbrenners, mit dem die heißen Reifen in Brand gesteckt wurden, noch verstärkt und die Motoren unter dem Jubel der Zuschauer, die sich dicht um den Burn-out Käfig auf dem Festplatz drängten, bis an die Grenze des Drehzahlmessers hochgetrieben.
Und wie immer wurden die beste Show und der beste Burn-out von den Veranstaltern prämiert. Die Preise gingen an die Gruppe Ralf Werner und Freunde aus Wehr und die "Mini-Bikers" aus Öflingen.
Den Höhepunkt der Show boten aber die Motorradfreunde Hotzenwald selbst: In einem Käfig in 15 Meter Höhe ließen sie einen Motorradreifen bis zum Platzen durchdrehen, unterstützt von einem Feuerspucker.
Die Veranstalter konnten jedenfalls mit dem Ergebnis ihrer Burn-out-Party wieder zufrieden sein. Tausende Biker und Schaulustige pilgerten übers Wochenende zum Bergalinger Sportplatz, um die Shows der heißen Maschinen zu sehen. Und außerdem gaben drei Rockbands am Freitag und Samstag mit krachender Musik auf der Bühne Gas, während Gogo-Girls und eine prickelnde Stripshow zu späterer Stunde den Partygästen einheizten. Kurz gesagt: Die diesjährige Auflage der Burn-out-Party der Motorradfreunde Hotzenwald hatte nicht nur für Insider der Szene etwas zu bieten, sondern erwies sich auch für "Laien" als wahrer Publikumsmagnet.
Am Freitagabend eröffnete die Band "Still no Name" das Fest mit fetziger Musik aus Eigenkompositionen, bevor die Gruppe "Rockwell" einen Mix aus Heavy-Metal-Klassikern und Partyrock brachte. Am Samstag sorgte dann "Shy Ann" für Partyfeeling ganz im Stil eines Biker-Festivals.
Das zweitägige Fest ist inzwischen ein etabliertes Ereignis. Wie jedes Jahr lockte das Spektakel auch Biker aus weiter Ferne an. So waren sogar Motorradfahrer aus Neubrandenburg mit von der Partie, die immerhin eine Anreise von 1200 Kilometer in Kauf genommen hatten. Doch es gab neben kultigen Bikes und abgefahrenen Shows auch andere Attraktionen. So konnten die Besucher beispielsweise an einer Kletterwand ihr Geschick unter Beweis stellen. Und auch der Leistungsprüfstand, auf dem die Fahrer ihre Motorräder vorführten, war einer der Renner des Festes.
