Nie wieder unschöne Dellen an der Autotür“, verspricht der 19-jährige Schüler Semi Curcio vom Technischen Gymnasium. Er entwickelte eine „Anti Crash Door“ – eine Autotür mit eingebauten Sensoren. Diese erfassen den Abstand zu anderen Fahrzeugen und bremsen die Tür automatisch ab, bevor sie gegen ein anderes Fahrzeug knallt. Mit seiner Arbeit nahm er in Freiburg beim „Jugend forscht“ Regionalwettbewerb Südbaden teil.
Die Idee existiert noch nicht auf dem Markt, deshalb habe sich der ehrgeizige Schüler eine Platzierung erhofft. „Ich bin ehrlich enttäuscht“, sagt Semi Curcio. Trotzdem hat es sich für ihn gelohnt, denn er bekam ein Praktikum bei der Northrop Gruman Litef GmbH. Das Unternehmen stellt Navigations- und Radarsysteme für Flugzeuge her. Er hat schon einige Praktika gemacht und schätzt das Angebot: „Das Praktikum ist besser, als ein Platzierung.“ Er interessiert sich zwar besonders für die Automobiltechnik, möchte aber die Gelegenheit nutzen, um in den für ihn unbekannten Bereich reinzuschnuppern.
„Ich habe mich so oft über Dellen an nagelneuen Autotüren geärgert“, sagt Semi Curcio, der zurzeit selbst kein Auto fährt. Dagegen wollte er etwas tun und kam somit auf die Idee für sein Projekt. Der Abiturient kombinierte hydraulische und elektronische Systeme und baute diese in eine alte Autotür aus dem Keller der Eltern ein.
In seiner freien Zeit geht Semi Curcio gerne joggen und beschäftigt sich mit dem Computer. Mit seinem Abiturzeugnis wird er sich an der Technischen Universität in Zürich um einen Studienplatz bewerben. Das Studium ist ein reines Studium ohne Praxisphasen, aber das stört Semi Curcio nicht: „Ich bin ein Theoretiker – die Arbeit an meinem Projekt war auch zum größten Teil theoretisch.“ Für seine berufliche Zukunft hat die Automobilbranche erste Priorität. (pöp)