Waldshut-Tiengen Schwyzertag: Der Heimatabend kennt keine Grenzen

Mit einer Festrede der Züricher Nationalrätin Kathy Riklin und traditionellen Tänzen und Trachten war die Schweiz als Gastland beim Heimatabend des Schwyzertags vertreten. Die Veranstaltung war eine gelungene Mischung aus Tradition und Moderne.

Die Sonne war hinter den Häusern verschwunden, der Kirchplatz lag im Schatten – dort ging nach einem rekordverdächtigen Hitzetag am Samstagabend der Heimatabend des 600. Schwyzertags über die Bühne. Und dies wie immer vor imposanter Zuschauerkulisse. Zunftmeister Ralf Siebold begrüßte die Gäste und sprach das Gelöbnis, auf das der Schwyzertag sich bezieht. Er versicherte im Hinblick auf neue Thesen zum Ursprung des Schwyzertags, dass er dies auch nächstes Jahr tun wird.

Rund 600 Menschen verfolgten den Jubiläums-Heimatabend, den Tobias Fox wieder mit viel Schwung, allerdings wie er bekannt gab, zum letzen Mal moderierte. Die Gruppen der Bürgerzunft 1503, Zunftrat, die historische Trachtengruppe, Fahnenschwingerinnen, Bürgerwehr und Spielmannszug sowie die Klettgauer Heimattracht und die Stadtmusik Tiengen – alle waren wieder mit dabei. Zusätzlich standen mit Gästen aus Luthern und Triengen zwei Trachtengruppen aus dem Gastland Schweiz auf der Bühne. Sie tanzten und sangen und brachten sogar ein Alphorn und riesige Kuhglocken zum Erklingen.

Junge, freche Akzente setzten zwei hiesige Künstler: Anne Czichowski begeisterte, begleitet am Klavier von Jochen Stitz, mit Jazz-Versionen der volkstümlichen Klassiker Haimet am Hochrhy und dem Badnerlied. Der Voice-of-Germany-Star Florian Boger überzeugte mit neuen, eigenen Songs, an seiner Seite der Gitarrist Robin Leute. Festrednerin war die Nationalrätin des Kantons Zürich, Kathy Riklin. Sie blickte mit Humor auf die einstigen Auseinandersetzungen ihrer Landsleute mit den Tiengenern zurück und drückte die Hoffnung aus, dass in der Gegenwart in beiderseitigem Interesse weitere Brücken gebaut werden, dies auch in Sachen Flughafen Zürich.

OB Martin Albers hatte zuvor in seiner Begrüßungsrede den heiklen Punkt Fluglärm angeschnitten. Der Jubiläums-Heimatabend war wieder eine gelungene Mischung aus Tradition und Moderne und klang wie immer mit den Nationalhymnen Europas, des Gastlandes und Deutschlands aus, gespielt von der Stadtmusik Tiengen. Das allerletzte, tief gesungene Wort hatte mit dem Wächterruf der Nachtwächter alias Hubert Baumgartner.

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