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13.02.2010  |  2 Kommentare

Waldshut-Tiengen Schulball liegt auf Eis

Waldshut-Tiengen -  Nach gravierenden Problemen mit Alkohol und Sachbeschädigung beim letzten Herbstball am Klettgau-Gymnasium Tiengen (KGT) hat die Schulleitung den Fasnachtsball zum ersten Mal seit Jahrzehnten abgesagt. Die Schüler haben dagegen demonstriert und erarbeiten jetzt mit der Direktion Vorschläge für künftige Veranstaltungen.
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Waldshut-Tiengen – Mehr alkoholisierte Jugendliche als sonst und Zerstörungen bei den benachbarten Sonderschulgebäuden: „Das war für uns Auslöser für die Überlegung, eine Pause bei den Schulbällen einzulegen“, erklärt Bernd Crößmann, Schulleiter des KGT. Nach dem Herbstball im Dezember 2009 meldeten die Sonderschulen Scherben auf ihrem Hof, zerstörte Sitzbänke und einen weggerissenen Müllcontainer, der in der Wutach gefunden wurde.

Ein Problem ist laut Crößmann das „Vorglühen“: Einige Schüler hatten bereits am Nachmittag vor dem Ball angefangen, sich zu betrinken. Deshalb hätten einige Ballbesucher das eigene Maß überschritten, obwohl beim KGT-Fest Alkohol nur kontrolliert an über 16-Jährige abgegeben wird. Zudem sieht Crößmann die Vorfälle in Verbindung damit, dass viele schulfremde Jugendliche am Herbstball waren. Schulsprecherin Tanja Rebmann vermutet die Randalierer unter denen, die am Eingang ohne Eintrittskarten abgewiesen wurden.

Mit einer Demonstration vor den Weihnachtsferien reagierten die Schüler der Klassen 8 bis 13 auf die Absage des Fasnachtsballs. Auf Plakaten forderten sie: „Gebt uns eine Chance!“ Verbindungslehrer Johannes Ross lobt diese Aktion: „Durch die Demo haben die Schüler gezeigt, dass ihnen der Ball wichtig ist.“ Er spricht den KGT-Bällen eine große Bedeutung für die Identität der Schule zu. Deshalb dürften sie auch nicht zu öffentlichen Parties verkommen. Kooperativ reagierte der Schulleiter auf die Schülerdemo: „Ich bin ja kein Alleinherrscher, wir müssen uns mit den Schülern beraten.“. Tanja Rebmann bestätigt, dass die Schülermitverantwortung (SMV) bereits mehrere Gespräche mit der Direktion geführt hat.

Obwohl es sich laut Crößmann um kein striktes Schulball-Verbot handelt, fand der für vergangenen Mittwoch geplante Fasnachtsball nicht statt. Das läge laut Tanja Rebmann zum einen daran, dass die Zeit für Veränderungen seit der letzten Veranstaltung zu knapp war. Zum anderen hätten sich die Schüler nach dem tragischen Suizid eines Elftklässlers nach den Weihnachtsferien entschieden, keinen Ball zu veranstalten.

Gemeinsam mit der Schulleitung überlegen die Schüler aber, wie sie das nächste Fest in der Osterzeit organisieren könnten, ohne dass der Abend erneut ausartet: keine schulfremden Gäste mehr und stärkere Aufklärung zum Thema Alkoholkonsum durch Eltern und den kommunalen Suchtbeauftragten beim Landratsamt gehören zu den angedachten Möglichkeiten. Ein striktes Alkoholverbot ist dagegen nicht geplant.

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Mal was konstruktives ...
von unbekannt
Hier glaub das könnt helfen
http://www.feiern-ohne-gewalt.de/ mehr ...
KGT = Waldtorschule?
von unbekannt
"keine schulfremden Gäste mehr und stärkere Aufklärung zum Thema Alkoholkonsum durch Eltern und ... mehr ...
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