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Waldshut-Tiengen Schanz will das Direktmandat

Der 50-jährige Architekt aus Hohentengen will grüne Politik zu den schwarzen Wählern bringen. Er gewinnt die Wahl zum Bundestagskandidaten der Grünen im Wahlkreis Waldshut.

Die Grünen im Bundestagswahlkreis Waldshut strotzen vor Selbstbewusstsein: Bei der Bundestagswahl 2013 wollen sie dem CDU-Abgeordneten Thomas Dörflinger das Direktmandat abjagen. Vollbringen soll das der Architekt Peter Schanz aus Hohentengen. Die Wahlkreismitgliederversammlung der Grünen am Dienstag in Tiengen wählte den 50-jährigen Kreis- und Gemeinderat zu ihrem Bundestagskandidaten. Für Schanz stimmten 35 der 39 Teilnehmer. Auf die 47-jährige Mitbewerberin und Kreisvorsitzende der Grünen Kerstin Küster aus Stühlingen entfielen vier Stimmen.

In seiner Bewerbungsrede hatte Peter Schanz die Chance, dem CDU-Abgeordneten das Direktmandat abzunehmen, als einmalig günstig bezeichnet. Nicht nur, weil die Grünen sich in einem nachhaltigen Hoch befänden, sondern auch, weil der CDU-Abgeordnete Dörflinger „schlechte Arbeit“ leiste. Dieses werde nach eigener Erfahrung, so Schanz, auch von weiten Kreisen der CDU-Wähler im Wahlkreis so gesehen. Er, Schanz, wolle der Botschafter sein, der grüne Politik zu den „schwarzen“ Wählern bringt und Stimmen gewinnt.

In der Sache wolle er sich für die Lösung der regionalen Probleme von Fluglärm bis Schweizer Atomendlager einsetzen, von Pumpspeicherwerk Atdorf, das er unter gegenwärtiger Voraussetzung ablehne, bis zur Lösung des Ärztemangels auf dem Land. Wohnungsbau und Verkehr, hier vor allem die Elektrifizierung der Hochrheinbahn und ihren zweigleisigen Ausbau, nannte Schanz neben Einsatz für die Energiewende unter Einbeziehung des ländlichen Raumes als weitere Arbeitsschwerpunkte. Nicht zuletzt wolle er sich als „bekennender Pazifist“ gegen Auslandseinsätze der Bundeswehr stark machen.

In der Chanceneinschätzung für die Wahl wurde Schanz in Tiengen von der Landesvorsitzenden der Grünen, Thekla Walker, bestärkt: „Besser kann es gar nicht sein“, so Walker mit Hinweis auf die Ergebnisse der Landtagswahl in Baden-Württemberg und der Oberbürgermeisterwahl in Stuttgart. Beide Ergebnisse seien Zeichen des nachhaltigen Erfolgs der Partei. Walker war es auch, von der an diesem Abend die SPD das einzige Mal erwähnt wurde – als einziger Koalitionspartner für eine Grüne Bundesregierung.

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