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Waldshut-Tiengen Rückkehr des SÄK-Kennzeichens noch ungewiss

22.10.2012
Waldshut-Tiengen -  Kommt das nostalgische SÄK-Kennzeichen zurück? Der Kreistag wird am 14. November darüber entscheiden.

Ein Auto mit dem früheren Säckinger Nummernschild parkt in Waldshut. Alte Kennzeichen, die vor der Kreisreform ausgegeben wurden. haben Bestandsschutz. Ob auch bei Neuzulassungen wieder das SÄK erlaubt wird, entscheidet der Kreistag.  Bild: Gerard

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Autor
Roland Gerard


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Ob das nostalgische SÄK-Autokennzeichen als Option wieder zugelassen wird, entscheidet der Waldshuter Kreistag in seiner nächsten öffentlichen Sitzung.

Eine neue Verordnung des Bundesverkehrsministeriums soll es grundsätzlich möglich machen: Alte Buchstabenkombinationen, die mit der Landkreisreform verschwunden sind, können wieder auf Nummernschilder geprägt werden. Im Kreis Waldshut geht es dabei um das Kfz-Kürzel SÄK, das für den einstigen Landkreis Säckingen stand. In der Kur- und Trompeterstadt gibt es einen Kreis von Nostalgikern, die sich schon seit längerem für eine Renaissance des nie vergessenen Kennzeichens einsetzen. Vereinzelt ist es an alten Fahrzeugen noch zu sehen. Denn Schilder, die vor der Kreisreform ausgegeben wurden, haben Bestandsschutz.

Aber noch ist offen, ob das SÄK-Schild eine Wiedergeburt erleben darf. Laut einem Erlass des Landes müssen in Baden-Württemberg die jeweiligen Kreistage darüber entscheiden. „Die Gemeinde selbst hat kein Antragsrecht“, sagte dieser Zeitung Walter Scheifele, Leiter des Verkehrsdezernats im Landratsamt Waldshut.

Gegenwärtig holt das Landratsamt zur möglichen SÄK-Renaissance die Stellungnahmen der Kreisgemeinden ein. Die Anhörungsrunde soll diese Woche abgeschlossen werden. Am 14. November soll dann in einer Kreistagssitzung entschieden werden, ob der Kreis die Wiedereinführung beantragt. Bis 16. November müssen die Landkreise ihr Interesse beim baden-württembergischen Verkehrsministerium bekundet haben, informierte auf Anfrage Sprecherin Julia Pieper. Alle Anträge, die im Land für nostalgische Nummernschilder gestellt werden, gehen dann gebündelt zur endgültigen Genehmigung an das Bundesverkehrsministerium.

Sollte das SÄK-Kennzeichen bewilligt werden, wären auch ungewöhnliche Konstellationen möglich. Wie Walter Scheifele informierte, dürfte dann beispielsweise auch ein Fahrzeugbesitzer aus Stühlingen sich ein solches Schild anschrauben lassen. Im Gegenzug bliebe etwa einem Autofahrer aus Rheinfelden, das früher zu Säckingen gehörte und jetzt Teil des Nachbarkreises Lörrach ist, das nostalgische Nummernschild verwehrt.

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