Die Stilllegung des Unternehmens, das ein neuartiges Prüfsystem für Reifenprofile entwickelt hat, werde laut Björn Ehler, Sprecher des Freiburger Insolvenzverwalters Ulrich Nehrig, noch in diesem Jahr erfolgen. Das wurde auf der Gläubigerversammlung beschlossen. Die Kündigungen für die zehn Mitarbeiter seien laut Ehler bereits verschickt worden. Die letzten Kündigungsfristen laufen im Januar aus. Bis dahin werden die Löhne der Mitarbeiter bezahlt.
„Dass wir
insolvent gegangen sind, lag nicht daran, dass es keine Interesse von Firmen oder Behörden gab.“ Bis zum Zeitpunkt des Insolvenzantrages habe die Firma an 276 laufenden Kundenprojekten mit 800 Anlagen gearbeitet. Allerdings habe sich die Firma bei der Zeit für die Umsetzung und tatsächliche Einführung der Systeme verkalkuliert. „Wir sind bei den Konzernen von einem Zeitraum bis zur Einführung von zwei bis drei Jahren ausgegangen.
Tatsächlich lag sie aber bei drei bis fünf Jahren“, erklärt Procontour-Geschäftsführer Schäfer. „Das hat uns viel Geld gekostet. Die benötigten Kapitalreserven konnten wir nicht aufbringen.“ Hinzu kam, dass die Mittel eines wichtigen Kapitalgeber und Gesellschafter im Juli diesen Jahres erschöpft gewesen sein.