Waldshut-Tiengen Petra Thyen wird Spitzenkandidatin der Grünen des Kreises Waldshut für den Landtag

Petra Thyen ist Spitzenkandidatin der Grünen im Wahlkreis Waldshut für die Landtagswahl 2016. Die positiven Erfahrungen bei der Bürgermeisterwahl, bei der sie nach Bewerbungsschluss kandidierte, haben sie zur Kandidatur ermutigt. Kreisrätin Iris Wallaschek tritt als Ersatzbewerberin an.

Erfolg für Petra Thyen: Die 48-jährige Waldshuter Gemeinderätin wurde bei der Wahlkreisversammlung der Grünen im Gasthaus Hirschen in Dogern einstimmig für die Landtagswahlen im März 2016 nominiert. Ebenfalls einstimmig wurde Kreisrätin Iris Wallaschek als Ersatzkandidatin gewählt. Petra Thyen hatte zuletzt großes Aufsehen erregt, als sie bei den Waldshuter Oberbürgermeisterwahlen im September, nach Ablauf der Bewerbungsfrist, überraschend als inoffizielle Kandidatin gegen den einzigen Bewerber angetreten war. Dem Gewinner Philipp Frank unterlegen, erzielte sie dennoch einen beachtlichen Erfolg.

„Wie waren Deine Erfahrungen bei der Kandidatur?“, wollte Bernd Wallaschek in der Versammlung wissen. Für sie sei es „schon sehr spannend“ gewesen, sagte Petra Thyen. Einerseits habe sie sich sehr viel Kritik anhören müssen, „andererseits gab es aber auch viel Beifall und Zustimmung.“ Das habe sie dazu ermutigt, jetzt auch für die Landtagswahlen zu kandidieren. Nach ihrer Wahl als Ersatzkandidatin sagte Iris Wallaschek: „Mir ist es wichtig, Petra Thyen zu unterstützen und auch den Wahlkampf gemeinsam zu führen.“ Zustimmung signalisierte auch Ruth Cremer-Ricken, Fraktionsvorsitzende der Grünen im Kreistag: „Du bist für uns eine gute Kandidatin.“

Peter Schanz, der die Versammlung leitete, nahm die Landtagswahlen ins Visier: „Wir sind Regierungspartei, wir können selbstbewusst in den Wahlkampf gehen.“ Er erinnerte an die Wende in der Landespolitik, die vor vier Jahren mit der Bildung einer grün-roten Landesregierung eingeleitet wurde. „Wir bringen Ökologie und Wirtschaft zusammen“, sei einer der Leitsätze gewesen. „Wir haben die Windkraft vorangebracht, auch wenn es anfangs sehr mühsam gewesen ist.“ Der Naturschutz habe mehr Gewicht bekommen, die Sanierung der Straßen habe Vorrang vor dem Neubau erhalten und auch ein neues Radwegenetz sei in Planung.

„Wir setzen uns ein für eine Politik des Gehörtwerdens“. Das gelte ebenso für das Projekt Stuttgart 21 wie für die Endlagersuche in der Schweiz oder in Deutschland. Die grün-rote Landesregierung habe sich auch in Sachen Fluglärm klar positioniert und damit ein deutliches Signal an die Schweiz gegeben. In Sachen A 98 bekräftigte er die alte Position der Grünen: „Statt auf eine vierspurige Autobahn zu pochen, die schon aufgrund der Verkehrszahlen wenig Sinn macht, setzen wir uns für eine durchgehende und leistungsstarke Bundesstraße ein.“

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