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Waldshut-Tiengen Neues Leben im Tiengener Bahnhof

27.07.2012
Von Gerard
Waldshut-Tiengen -  Die Stadtwerke haben den leerstehenden Bahnhof Tiengen gekauft. Geplant sind unter anderem ein Blockheizkraftwerk zur Nahwärmeversorgung, ein Kiosk mit Café und Praxisräume.

Neues Leben kehrt in den Tiengener Bahnhof ein, hier mit Helmut Wiederkehr (links) und Thomas Schilling von den Stadtwerken. Die kommunale GmbH hat das Gebäude erworben.  Bild: Gerard

Der Fahrkartenschalter aus der Perspektive der früher im Bahnhof Tiengen tätigen Mitarbeiter. Seit Januar 2005 ist hier Schluss.  Bild: Gerard

Am ausgedienten Gepäckschalter zeigen Thomas Schilling und Helmut Wiederkehr von den Stadtwerken, wo ein Kiosk mit Café und Durchgang zum Bahnsteig entstehen soll.  Bild: Gerard

Auch der ehemalige Wartesaal ist derzeit ungenutzt. In diesem Bereich könnte, so die Überlegungen, zum Beispiel ein Reisebüro eingerichtet werden.  Bild: Gerard

So sahen die alten Signalhebel im Tiengener Bahnhof aus. Sie wurden schon vor Jahren demontiert und an einen Schweizer Verein verkauft.  Bild: Scheel

Einen historischen Eindruck vermittelt der leerstehende alte Tresor im Tiengener Bahnhof.  Bild: Gerard

Blick aus dem Obergeschoss des Tiengener Bahnhofs. Im Hintergrund die frühere Post, heute Service-Center des Finanzamts. Auch dieses Gebäude soll ans Nahwärmenetz angeschlossen werden, das von dem im Bahnhof geplanten Blockheizkraftwerk gespeist wird.  Bild: Gerard

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Nach langer Suche hat die DB Services Immobilien GmbH einen Käufer für den Tiengener Bahnhof gefunden. Die Stadtwerke Waldshut-Tiengen haben das Gebäude erworben, diesen Monat wurde der Vertrag unterschrieben. Eine zentrale Rolle bei der neuen Nutzung spielt das gasbetriebene Blockheizkraftwerk, das die kommunale GmbH im Ostflügel des Hauses einrichten möchte. Von dort soll, nach dem Beispiel im Tiengener Schulzentrum, ein Nahwärmenetz betrieben werden.

Aber auch die übrigen Räume sollen aus dem Dornröschenschlaf erweckt werden. Im mittleren Teil des Erdgeschosses, wo jetzt noch die Gepäckausgabe an alte Bahnzeiten erinnert, sind nach Auskunft der Stadtwerke unter anderem ein Kiosk für den üblichen Reisebedarf und ein Café geplant. In diesem Bereich soll dann ein Durchgang den direkten Weg zum Bahnsteig ermöglichen. Im westlichen Teil, wo jetzt noch der geschlossene Wartesaal vor sich hin dämmert, sind Nutzungen wie etwa durch ein Reisebüro in der Überlegung.

Im Obergeschoss stellen sich die Stadtwerke eine gewerbliche Vermietung vor, beispielsweise in Form von Büroräumen oder einer Arztpraxis.

Details sind zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht festgelegt. Denn keine der Räumlichkeiten im Erdgeschoss und im Obergeschoss ist bislang vergeben.

Der Bau des Kraftwerks und die Verlegung der Leitungen soll noch in diesem Jahr beginnen. Der Zeitplan für die Einrichtung des Kiosks und der übrigen Gewerberäume ist noch offen.

Gegen massiven Protest aus der Stadt war zum 1. Januar 2005 der Fahrkartenschalter des Tiengener Bahnhofs geschlossen worden. Seither ist die Station nur noch ein Zughaltepunkt.

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