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28.09.2012  |  von Manfred Herbst  |  0 Kommentare

Tiengen Neue Pläne für Asylbewerberunterkunft

Tiengen -  Reihenhäuser in der Badstraße statt "Jägerhof: Die Pläne für die Asylbewerberunterkunft haben sich geändert.

So sieht Protest aus.  Bild: Herbst

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Nicht in den leer stehenden „Jägerhof“ in der Detzelner Straße, sondern in neu zu bauende Reihenhäuser in der Badstraße ziehen sollen die 60 Asylbewerber, die der Landkreis nach Kündigung der bisherigen Asylbewerberunterkunft in Albbruck unterzubringen hat. Dies sieht jedenfalls der Plan von Bürgermeister Manfred Beck vor, den er am Montag dem Gemeinderat vorlegen will. In dem Jahr, bis die Einfachreihenhäuser in der Badstraße gebaut sind, sollen die 60 Asylbewerber übergangsweise in einem wegen Renovierung leer stehenden städtischen Haus in der Schmitzinger Straße in Waldshut untergebracht werden.

Laut Beck ist die von Investor Gerhard Harmel beabsichtigte Nutzung des „Jägerhofs“ als Asylbewerberunterkunft planungsrechtlich nicht zulässig. Das habe eine Prüfung des Baurechtsamts ergeben. Laut Baunutzungsordnung sei nämlich eine generell zulässige Nutzung dann unzulässig, wenn sie nach Lage und Umfang oder Zweckbestimmung der Eigenart des Baugebietes widersprechen. Dies sei an der Detzelner Straße der Fall.

Alternativ schlägt Beck vor, neben dem städtischen Einfachwohnblock in der Badstraße Einfachreihenhäuser als Asylbewerberunterkunft zu bauen und an den Landkreis zu vermieten. Dieses Modell wird in der Stadt Offenburg praktiziert. Eine Besichtigung des Offenburger Modell, an der auch Kreissozialdezernentin Sabine Schimkat teilnahm, ließe diese Art auch in Tiengen zweckmäßig erscheinen. Je dreistöckigem Reihenhaus sind in Offenburg 14 Asylbewerber untergebracht.

Bürgermeister Beck will am Montag im Gemeinderat Grünes Licht für seinen Plan beantragen: Abschluss eines Vertrags mit dem Landkreis über die Anmietung der geplanten Reihenhäuser und Übergangsunterbringung der Asylbewerber in Waldshut.
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