Auch unter Naturschützern ist die Jagd umstritten. BUND-Regionalvorsitzender Hans-Jürgen Bannasch aus Waldshut hat sich heftige Kritik eingehandelt, weil er das Waidwerk im Einklang mit der Ökologie sieht.
Seine Äußerungen zum Thema Jagd haben dem BUND-Regionalvorsitzenden Hans-Jürgen Bannasch eine Beschwerde bei der Bundesgeschäftsstelle des Umweltverbands eingebracht. Die Attacke kommt vom „Arbeitskreis humaner Tierschutz“ aus Rheinland-Pfalz Der Kritisierte bleibt jedoch bei seiner Haltung, wonach waidgerechte Jagd mit dem Naturschutz vereinbar sei.
Im Rahmen eines SÜDKURIER-Beitrags über die Probleme der Jäger am Hochrhein und im Südschwarzwald hatte bei einem Interview auch Hans-Jürgen Bannasch Stellung genommen. Der pensionierte Lehrer aus Waldshut-Eschbach ist beim Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) Vorsitzender des Regionalverbands Hochrhein.„Wenn die Jagd waidgerecht ausgeübt wird, wovon ich bei uns ausgehe, nützt sie – auch im Naturschutzgebiet.“ Unter anderem mit diesen Worten hatte Bannasch sich zu dem Thema geäußert.
Heftige Kritik an dieser Sichtweise kam nun vom „Arbeitskreis humaner Tierschutz“ in Rheinland-Pfalz, der grundsätzlich jede Art von Jagd ablehnt. Vorsitzender Ulrich Dittmann beschwerte sich mit einem Schreiben an die Bundesgeschäftsstelle des BUND in Berlin über Bannasch und verlangte eine Erklärung: „Billigen, nicken sie eine solche tier- und naturfeindliche Stellungnahme eines BUND-Regionalverbandes ab?“ Dittmann in seinem Schreiben: „Jagd ist ein ständiger, schwerer Eingriff in das Gleichgewicht der Natur - ein die Umwelt schädigendes, schlimmes Überbleibsel unbewältigter Neandertal-Mentalität.“ Ökologisch sei die Jagd nicht zu rechtfertigen. In Nationalparks zeige sich, dass der Tierbestand sich langfristig wieder selbst regulieren könne.
Hans-Jürgen Bannasch sieht unterdessen keine Veranlassung, sich von seinen Äußerungen zu distanzieren. Der BUND-Regionalvorsitzende über die Äußerungen von Jagd-Gegner Dittmann: „Das ist weit weg von der Realität.“ Bannasch hatte in dem kritisierten Interview über die Jagd auch gesagt: „Wollen wir ein natürliches Gleichgewicht erhalten, muss eingegriffen werden. Selbst reguliert sich das nicht mehr.“ Diese Einschätzung gelte auf jeden Fall für die Verhältnisse in der Region Hochrhein/Südschwarzwald, so Bannasch auf Anfrage.
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| Dateiname | : | Die Kritik am BUND im Wortlaut |
| Dateigröße | : | 6,43 KBytes. |
| Datum | : | 28.06.2010 13:15 |
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