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Waldshut-Tiengen Missbrauchsvorwurf: Erzdiözese beurlaubt Seelsorger, Staatsanwaltschaft ermittelt

28.04.2010


Gegen den Kooperator der Seelsorgeeinheit Tiengen-Lauchringen ermittelt die Staatsanwaltschaft in Waldshut. Hintergrund sind Vorwürfe wegen sexuellem Missbrauchs am früheren Wirkungsort des Pfarrers in Irland.

Die Erzdiözese Freiburg hat den bisherigen Kooperator der Seelsorgeeinheit Tiengen-Lauchringen beurlaubt. Der 44-Jährige hatte darum gebeten, nachdem in Irland wegen des Vorwurfs des sexuellen Missbrauchs ermittelt wird. Als Reaktion auf eine entsprechende Mitteilung der Erzdiözese leitete die Staatsanwaltschaft in Waldshut ein Ermittlungsverfahren gegen den Geistlichen ein. Seit Samstag hält sich der Beschuldigte in seinem Heimatland außerhalb Europas auf. Im Juni werde er in Tiengen zurückerwartet. Dies sagte am Mittwoch Pfarrer Peter Seibt, Leiter der Seelsorgeeinheit. Sein Kollege habe ihm in einem persönlichen Gespräch erklärt, dass die Vorwürfe vollständig unbegründet seien.

Der bisherige Kooperator der Seelsorgeeinheit Tiengen- Lauchringen ist von der Erzdiözese Freiburg beurlaubt worden. Wie die Pressestelle der Erzdiözese dazu am Mittwoch mitteilte, hat der 44-jährige Seelsorger um seine Beurlaubung gebeten, da in Irland gegen ihn wegen des Vorwurfs sexuellen Missbrauchs ermittelt wird. Der Priester war von 1993 bis 1995 in einer Ordensgemeinschaft in Irland tätig.

„Diese Vorwürfe führten zu dem Entschluss, dass er nicht weiter sein Amt bei uns ausüben kann. Vielmehr möchte er bei der Aufklärung selbst aktiv werden und diese Vorwürfe entkräften helfen. Ich bitte darum, ihn mit unserem Gebet zu unterstützen“, heißt es in einer Erklärung, die in den Sonntagsgottesdiensten der Seelsorgeeinheit Tiengen-Lauchringen (Region Hochrhein) verlesen wurde.

Die Seelsorgeeinheit verweist auf den Rechtsgrundsatz der Unschuldsvermutung: Jede Person, der eine Straftat vorgeworfen wird, gilt bis zum gesetzlichen Beweis ihrer Schuld als unschuldig. Die Erzdiözese Freiburg setzt mit ihrem Vorgehen bei Verdachtsfällen die Richtlinien der Deutschen Bischofskonferenz um. Das Erzbistum bietet Opfern von Missbrauch Beratung und Hilfe an – im Internetportal der Diözese gibt es zudem Informationen zur Prävention: www.ebfr.de/hilfe-bei-missbrauch

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