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Promis vom Hochrhein Max Mutzke im Interview

26.03.2009
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Max Mutzke zählt zu Deutschlands außergewöhnlichsten Sängern. Er hat es geschafft, sich vom Casting-Star zum ernsthaften Musiker zu etablieren. Mit seinem neustem Album „Black Forest“, das natürlich eine Hommage an seine Heimat den Schwarzwald ist, geht er ab dem 19. April auf Tournee. Wir sprachen mit dem Sänger über seine Ziele, seine Tournee, die Familie und warum er jetzt in einer WG wohnt.
Freust Du Dich schon auf Dein Abschlusskonzert in Deiner Heimat Waldshut-Tiengen?
Antwort: Natürlich, jedoch mit einem weinendem und einem lachendem Auge, denn das Konzert ist das letzte der Tour. Für mich war klar, dass ich das Abschlusskonzert meiner Heimat widme, so wie auch schon mein drittes Album „Black Forest“.

  Werden Deine Familie und Freunde auch dabei sein?
„Alle, die mit mir zu tun haben, werden an dem Konzert dabei sein. Deshalb ist dieses Konzert auch eine ganz besondere Herausforderung für mich. Bei solchen Konzerten, bei denen dich jeder kennt, kannst du dich nicht verstellen. Du musst so sein, wie du bist."

Wenn Du in Deiner Heimat bist, wo kann man Dich treffen?
„Ich fahre gern Richtung Schlüchtal hoch zum Klettern. Das ist meine ganz besondere Leidenschaft, aber zur Zeit komme ich kaum noch dazu. Ansonsten gehe ich auch gern an den Rhein mit meinen Kinder, zum Enten füttern oder auch mal in die Eisdiele in die Stadt.“

Momentan bist Du ja viel unterwegs. Hast Du noch genügend Zeit für Deine Familie?
„Wenn ich, so wie jetzt, viel unterwegs bin, sehen wir uns natürlich nicht so oft, aber wir telefonieren dann täglich miteinander. Und ansonsten versuche ich jede freie Minute mit meiner Familie zu verbringen.  Und ein gemeinsames Hobby habe ich auch mit meinen Kindern: Singen. Kinderlieder wie das 'Bi-Ba-Butzemann'-Lied.“

Hilfst Du Deiner Freundin eigentlich auch im Haushalt?
„Selbstverständlich. Ich bin sehr ordnungsliebend und ich koche auch sehr gern, am liebsten mit frischen Produkten vom Markt.“

Seit neustem kann man Dich auf deiner Homepage in der WG besuchen. Was genau tust Du dort?
„Ich schreibe regelmäßig einen Blog für meine Fans. Da können sie dann lesen, was ich gerade mache und was sich bei mir im Leben so verändert.“

Glaubst Du, Du bist WG-tauglich?
„Überhaupt nicht. Ich kann mir vorstellen, dass sich die Mitbewohner ganz schön auf die Nerven gehen. Wenn man zum Beispiel kocht und gemeinsam mit fünf Leuten isst, hat keiner Lust, das Geschirr wegzuräumen. Wenn ich nur an das Chaos denke… . Außerdem brauche ich ab uns zu auch mal meine Ruhe, und die hat man in einer WG selten. Aber ich besuche gerne Leute, die in einer WG leben, denn dort ist immer etwas los.“

Nochmal zurück zu Deiner Musik. Bist Du mit dem Erfolg Deiner Single „Marie“ zufrieden?
 „Auf jeden Fall. Soweit ich weiß, war „Marie“ der meist gespielte Song im Radio. In den deutschen Charts war er zwar nur auf Platz 23, aber „Marie“ war ein so genannter gefühlter Hit. Ein Freund hat mir erzählt, dass er bei einem Spiel von der Champignons League war, und dort dann „Marie“ gespielt wurde und das ganze Stadion dann mitgesungen hat. Das ist dann schon ein tolles Gefühl.“

Wann wird Deine nächste Single veröffentlicht?
„Wir werden demnächst den Radiosendern einen neuen Song vorstellen und wenn alles gut läuft, werden sie ihn dann spielen. Nach meiner Tour wird er dann im Handel erhältlich sein.“

Du selbst bist ja berühmt geworden in Stefan Raabs Casting-Show: SSDSGS. Was hältst Du von den Casting-Shows, die man momentan im Fernsehen verfolgen kann?
 „Ich finde die Casting-Shows nicht schlecht, doch wenn sich zum Beispiel nur die Jury in solchen Shows profilieren will, dann ist das eine schwierige Sache. Viele junge Leute wissen nicht, worauf sie sich einlassen und was auf sie zukommt. Sie werden bekannt, wenn es darum geht den besten Sänger von zehn verbleibenden Teilnehmern zu ermitteln, bekommen jede Menge Aufmerksamkeit und sind für den Moment berühmt, aber sobald sie als fünfter ausscheiden, ist die gesamte Aufmerksamkeit weg. Das ist dann für’s Ego schwer zu verkraften.

Hast Du einen Tipp für diejenigen, die sich für ein Casting bewerben wollen?
„Ich rate allen, sich genau zu informieren, ob sie sich überhaupt mit der Show und den Leuten identifizieren können. Sie müssen aufpassen, sich keinen Imagestempel verpassen zu lassen. Außerdem sollte man nie sein zweites Standbein aufgeben, denn bei vielen klappt es letztendlich nicht mit der Karriere.“

Warum hat es bei Dir funktioniert?
„Dass es mir gelungen ist, hat damit zu tun, dass Stefan andere Prioritäten setzt. Es ging ihm vor allem um die Musik. Wir hätten damals auch gleich einen Werbedeal machen können, bei dem wir viel Geld hätten verdienen können aber er lehnte sofort ab. Man muss sehr aufpassen, dass man seine Authentizität nicht verliert.“

Würdest Du noch einmal mit Stefan Raab zusammen arbeiten wollen?
 „Ich versteh mich gut mit ihm und wenn er ein schönes Angebot hätte, würde ich es auch annehmen. Doch momentan bin ich auch froh, dass ich mich eigenständig etablieren kann.“


  Max Mutzke Promis vom Hochrhein Max Mutzke: "Marie" bei Youtube.de
Waldshut-Tiengen
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