Seit neustem kann man Dich auf deiner Homepage in der WG besuchen. Was genau tust Du dort?
„Ich schreibe regelmäßig einen Blog für meine Fans. Da können sie dann lesen, was ich gerade mache und was sich bei mir im Leben so verändert.“
Glaubst Du, Du bist WG-tauglich?
„Überhaupt nicht. Ich kann mir vorstellen, dass sich die Mitbewohner ganz schön auf die Nerven gehen. Wenn man zum Beispiel kocht und gemeinsam mit fünf Leuten isst, hat keiner Lust, das Geschirr wegzuräumen. Wenn ich nur an das Chaos denke… . Außerdem brauche ich ab uns zu auch mal meine Ruhe, und die hat man in einer WG selten. Aber ich besuche gerne Leute, die in einer WG leben, denn dort ist immer etwas los.“
Nochmal zurück zu Deiner Musik. Bist Du mit dem Erfolg Deiner Single „Marie“ zufrieden?
„Auf jeden Fall. Soweit ich weiß, war „Marie“ der meist gespielte Song im Radio. In den deutschen Charts war er zwar nur auf Platz 23, aber „Marie“ war ein so genannter gefühlter Hit. Ein Freund hat mir erzählt, dass er bei einem Spiel von der Champignons League war, und dort dann „Marie“ gespielt wurde und das ganze Stadion dann mitgesungen hat. Das ist dann schon ein tolles Gefühl.“
Wann wird Deine nächste Single veröffentlicht?
„Wir werden demnächst den Radiosendern einen neuen Song vorstellen und wenn alles gut läuft, werden sie ihn dann spielen. Nach meiner Tour wird er dann im Handel erhältlich sein.“
Du selbst bist ja berühmt geworden in Stefan Raabs Casting-Show: SSDSGS. Was hältst Du von den Casting-Shows, die man momentan im Fernsehen verfolgen kann?
„Ich finde die Casting-Shows nicht schlecht, doch wenn sich zum Beispiel nur die Jury in solchen Shows profilieren will, dann ist das eine schwierige Sache. Viele junge Leute wissen nicht, worauf sie sich einlassen und was auf sie zukommt. Sie werden bekannt, wenn es darum geht den besten Sänger von zehn verbleibenden Teilnehmern zu ermitteln, bekommen jede Menge Aufmerksamkeit und sind für den Moment berühmt, aber sobald sie als fünfter ausscheiden, ist die gesamte Aufmerksamkeit weg. Das ist dann für’s Ego schwer zu verkraften.
Hast Du einen Tipp für diejenigen, die sich für ein Casting bewerben wollen?
„Ich rate allen, sich genau zu informieren, ob sie sich überhaupt mit der Show und den Leuten identifizieren können. Sie müssen aufpassen, sich keinen Imagestempel verpassen zu lassen. Außerdem sollte man nie sein zweites Standbein aufgeben, denn bei vielen klappt es letztendlich nicht mit der Karriere.“
Warum hat es bei Dir funktioniert?
„Dass es mir gelungen ist, hat damit zu tun, dass Stefan andere Prioritäten setzt. Es ging ihm vor allem um die Musik. Wir hätten damals auch gleich einen Werbedeal machen können, bei dem wir viel Geld hätten verdienen können aber er lehnte sofort ab. Man muss sehr aufpassen, dass man seine Authentizität nicht verliert.“
Würdest Du noch einmal mit Stefan Raab zusammen arbeiten wollen?
„Ich versteh mich gut mit ihm und wenn er ein schönes Angebot hätte, würde ich es auch annehmen. Doch momentan bin ich auch froh, dass ich mich eigenständig etablieren kann.“
