Mein

Tiengen Lebendiger Adventskalender in Tiengen: Schöne Einstimmung auf das Fest

Heute wie damals gehört er für viele zu Weihnachten einfach dazu: Der Adventskalender, der meist gefüllt mit Schokolade, Kindern die Zeit bis Heilig Abend verkürzt. Nicht ganz so bekannt ist der „Lebendige Adventskalender“, der auf Initiative von Gabi Eppler seit 2009 alljährlich aus ganz Tiengen einen Adventskalender macht.

Bis 23. Dezember sind alle eingeladen, zu weihnachtlich geschmückten Fenstern der jeweiligen gastgebenden Familie zu kommen. Bei der Organisatorin Gabi Eppler öffnete sich das siebte „Türchen“. An die 30 Menschen versammelten sich vor ihrem Haus um ein Feuer. Sie kamen nicht nur aus Tiengen, sondern auch aus Albbruck, Lauchringen und sogar aus der Schweiz. Es wurde gemeinsam gesungen und Gabi Eppler las passend zum Motiv auf ihrem Fenster, eine Geschichte zum Thema Geschenke. Danach verweilte man noch bei Glühwein und Plätzchen.

„Es ist einfach schön“, beschreibt Elfriede Schelb, die kaum ein Fenster verpasst, die Atmosphäre. Die Menschen stehen zusammen, plaudern und erzählen gern von ihren Kindheitserinnerungen an Weihnachten. Elfriede Schelb etwa ist wie Helene Bachmann in Kriegs- und Nachkriegszeiten groß geworden. Damals hätten sich die Kinder über kleine Geschenke wie ein Paar Socken oder Nüsse und Mandarinen gefreut. „Wir hatten trotzdem immer ein schönes Fest mit Baum, die Mutter hat es schön gemacht und wir sind alle in die Christmette gegangen“, erzählt Helene Bachmann. Ein Lächeln ist auf ihrem Gesicht, als sie eine Linzertorte erwähnt, die vor Weihnachten so gut versteckt worden wäre, dass sie erst Monate später durch Zufall wieder gefunden worden wäre.

Auch Juliane Krankenedl erinnert sich gut an ihre Geschenke: „Ich habe immer was für meine Puppe zum Anziehen geschenkt bekommen, meine Mutter hat es selbst genäht oder gehäkelt.“ Wie auch heute noch, haben früher die kleineren Kinder gern mit den Eltern oder Großeltern Plätzchen gebacken, auch die berühmten Springerle, die heute nur noch wenige selber machen. „Die Plätzchen sind aber heute oft schon vor Weihnachten weg, früher gab es sie immer erst an Heiligabend“, meint Juliane Krankenedl. Sie ist mit ihrer Tochter zum siebten „Türchen“ gekommen. Sie schätzt den „Lebendigen Adventskalender“ als schöne Gelegenheit, sich gemeinsam über den Familienkreis hinaus und jenseits von Kommerz und Hektik, auf Weihnachten einzustimmen. Fenster, die schon an der Reihe waren, bleiben geschmückt. „Wer Lust hat, kann die Fenster auch abgehen und so eine Rundgang durch Tiengen machen“, ermuntert Initiatorin Gabi Eppler.


Die nächsten „Türchen“

Freitag, 9.12.: Familie Keller, Hadlaubstraße 14. Samstag, 10.12.: Familie Hug, Römerstraße 5. Sonntag, 11.12.: Familie Giebels, Trottengasse 7c. Montag, 12.12.: Familie Landwehr, Klausenstraße 11. Dienstag, 13.12.: Familie Keller, Josef-Bader-Straße 3. Beginn ist jeweils um 18.30 Uhr, Dauer rund eine halbe Stunde. Ein Flyer (Online auf www.eki-tiengen.de) mit allen Stationen liegt in der Tiengener Pfarrkirche und in Tiengener Geschäften aus.

Ihre Meinung ist uns wichtig
Hervorragende Weine vom Bodensee
Korrekturhinweis
Neu aus diesem Ressort
Waldshut
Waldshut
Waldshut-Tiengen
Waldshut-Tiengen
Waldshut-Tiengen
Tiengen
Die besten Themen
Kommentare (0)
    Jetzt kommentieren