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Jestetten/Rheinau Kämpfer gegen Gentechnik

Auf dem Areal der Klosterinsel und dem Platz vor dem ehemaligen Kloster führt der gemeinnützige Verein "Gen-Au Rheinau" zusammen mit Partnern am Samstag und Sonntag, 6. und 7. September, zum zweiten Mal einen großen Bauern- und Degustationsmarkt mit vielfältigem Rahmenprogramm durch.

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Martin Ott, Zürcher Kantonsrat und Leiter der Geschäftsstelle von Gen-Au Rheinau. | Bild: Wipf

Jestetten/Rheinau - Der Verein Gen-Au Rheinau versteht sich als Lobby für gesundes gentechfreies Saatgut. Dem Vorstand des Vereins gehören Vertreter der wichtigsten Bauernorganisationen der Region beiderseits der Grenze sowie Saatgutfachleute und Konsumenten an. Gefordert wird der Schutz dieses rund 400 Hektaren großen Anbaugebietes am Hochrhein vor gentechnisch veränderten Pflanzen.

Der Einbezug der deutschen Nachbarn ist den Fachleuten des Vereins ganz besonders wichtig, weil in der EU bereits seit 2005 zugelassene gentechnisch veränderte Pflanzen die gentechfreien Saatkulturen für biologisch einwandfreie Kulturpflanzen erheblich schädigen können. Blütenpollen und Bienen kennen eben keine Landesgrenzen.

Der Verein Gen-Au Rheinau hat seinen Sitz in Rheinau. Dem Co-Präsidium gehören Rolf Hauser, Bio-Gemüsebauer aus Dettighofen und Lilith Claudia Hübscher, Zürcher Kantonsrätin aus Winterthur, an. Leiter der Geschäftsstelle ist Martin Ott aus Rheinau. Der Verein führt gemeinsam mit der Stiftung Pan Eco (Nachhaltige Entwicklung und interkultureller Austausch) am 6. und 7. September auf der Klosterinsel und auf dem ehemaligen Klostergebiet in der Rheinschleife einen Bauernmarkt mit rund 80 Ausstellern mit 1001 Gelegenheiten zum Staunen und Entdecken durch. Im Angebot werden von Äpfeln bis zu Zwiebeln alle Erzeugnisse der Bäuerinnen und Bauern der Region aus Deutschland und der Schweiz sein. Im Hof des Klosters ist ein Erlebnispark für die Kinder verfügbar mit Schafen und Ziegen, einem Barfußpfad und Geschichten mit der Märchenfrau. An beiden Tagen sind Feldbesichtigungen und eine Reihe von Vorträgen im Begleitprogramm vorgesehen. Das Gourmetessen mit dem Meisterkoch André Jaeger aus Schaffhausen am Samstagabend wird bei einem Preis von 500 Franken pro Teilnehmer für viele Besucher kaum in Frage kommen.

Hauptinitiator des Festes ist Martin Ott, Kantonsrat, und Leiter der Geschäftsstelle von Gen Au Rheinau sagt über die Ziele des Vereins: "Wichtig ist uns die Verbreiterung der Basis für die gentechfreie Saatgutarbeit vor allem in Deutschland. Ich freue mich, dass Bürgermeisterin Ira Sattler aus Jestetten und Gemeindepräsident Gerhard Gsponer von Rheinau das Patronat über unseren Verein und die Veranstaltung übernommen haben. Das ist ein wichtiger Schritt zur Arbeit über die Grenzen hinweg." Zur Frage nach der erwarteten Zahl von Ausstellern und Besuchern meinte Martin Ott: "Aussteller erwarte ich etwa 80, Besucher rund 5000, aber lieber wären uns 10000." Im Bereich des Klosters gibt es fast keine Parkplätze, deshalb gibt es einen Shuttlebus nach Gut Neurheinau.

Und was sollten die Besucher unbedingt probiert haben bei "1001 Gemüse & Co"? Martin Ott: "Die 120 verschiedenen Sorten Tomaten, die Erdbeeraromen im Joghurt und die Milch mit verschiedenen Haltbarkeitsverfahren. Ansehen sollten sich alle die Führungen im Feld von Sativa und besonders die Präsentation der Rheinauer Thesen am Samstag um 17 Uhr."

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