Gefühl und Leidenschaft einer großen Rockband erleben die Besucher bei „Genesis Klassik“ in der Waldshuter Stadthalle
Waldshut (fre) Auch wenn ein paar Plätze in der Stadthalle frei blieben, am Sonntagabend hat Waldshut mit „Genesis Klassik“ einmal mehr ein klasse Konzert erlebt. Allen voran mit dem ehemaligen Genesis Sänger Ray Wilson, der es noch vor der Eröffnung mit „Turn it on again“ schaffte, die Stimmung in der Halle anzufachen.
Zusammen mit dem Berliner Symphony Ensemble verstand es der Musiker auch danach mühelos, die Zuhörer immer wieder zu rhythmischem Klatschen zu animieren. Ganz gleich, ob mit dem nachdenklichen „That's all“, dem gefühlvollen „Carpet Crawlers“ oder dem deutlich schnelleren „Jesus he knows me“, Genesis-Freunde kamen voll auf ihre Kosten.
Zugleich durften sich die Gäste glücklich schätzen, dass sich eine kleine Stadt wie Waldshut auf der Landkarte eines solch hochkarätigen Sängers befindet. Oder, wie Ray Wilson bemerkte: „Letzte Nacht Duisburg, heute Waldshut was für ein Kontrast.“
Am deutlichsten zeigte sich dieser wohl bei der Ballade „Hold on“. Während die Berliner Musiker bereits in der Pause waren und Ray Wilson, nur mit der Gitarre ausgerüstet, das Publikum weiter singen lassen wollte, war nur ein schwaches Echo aus den vorderen Reihen zu hören. Auch wenn sich die Waldshuter bei den weiteren Passagen des Stücks nicht zu hundert Prozent textsicher erwiesen, so mussten sie sich zumindest beim Beifall hinter keiner Großstadt verstecken.
Nach der Pause ging es mit „Invisible Touch“ und dem Invisible Touch Genesis-Klassiker „Mama“ weiter in die zweite Runde eines rundum gelungenen Konzerts, von dem viele Besucher noch lange schwärmen dürften.