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Waldshut-Tiengen Hippies lassen es im Pfarrsaal krachen

13.02.2012
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Perfekte Stimmung bei der traditionellen Frauenfasnacht der Pfarrgemeinde Waldshut

Bombenstimmung und ein volle Bude bei der Frauenfasnacht der katholischen Pfarrgemeinde Waldshut: Heerscharen flippiger Hippie-Girls und eine tolle Deko machten aus dem Gemeindesaal ein farbenfrohes Eldorado der wilden 70er unter dem Motto „Flower-Power - Happy Hour“. Mit Blumen im Haar, Peace-Zeichen um den Hals und Schlaghosen legten die Frauen so richtig los.

Bis tief in die Nacht hinein wurde getanzt, gelacht und die Darbietungen auf der Bühne gefeiert, die wie immer mit Humor und Schwung von Gertrud Steßl angesagt wurden. Besonders begrüßte sie zwei „geweihte Männer“, die es mit ihrer farbenfrohen Kostümierung locker mit dem ausgeflipptesten Hippie-Girl aufnehmen konnten: Pfarrer Ulrich Sickinger mit Dreitagebart und Stirnband hinter der Bar und Pater Ludwig mit Lippen- und Nasenpiercings, der in der Bütt aus dem Nähkästchen der Pfarrei plauderte. Unentbehrlich und geliebt wie immer, der Musiker und Sänger Enrico Meoni, der mit Rosetta weibliche Verstärkung mitgebracht hatte. Organisiert hatte den Abend das Frauenfasnachtsteam der Pfarrgemeinde unter Federführung von Gudrun Herzog-Albicker, die mit Insiderwissen über die Hippiezeit glänzte.

Dass sie auch heute noch Hippies sind, verrieten Frauen des katholischen Frauenkreises, allerdings mit zunehmenden Aufwand für das Äußere: „Die Make-up-Schichten werden immer dicker, wir sind ganz geübte Flicker“. Optische Hingucker waren die Kadelburger Landfrauen, die als Südseeperlen in Baströckchen die Hüften kreisen ließen, während die Wutöschinger Tanzgruppe „Dolce Vita“ mit Raffinesse Boney M. huldigte. Begeisterten Applaus bekam auch der Nachwuchs von „Alt Waldshut“ – Anna, Nicole und Ricarda hatten die gezeigten Tänze einstudiert. Mit den „6 am Hochrhy“, die mit Witz und Regenschirm stimmgewaltig übers Wetter sangen und einer grandiosen Anja Amann, die als Kadelburger Pinklady bedenkliche Defizite in der englischen Sprache enthüllte, ging das Programm zu Ende. Übrigens: Fasnachts-Ruheständlerin Brunhilde Elvers alias d'Amanda vo Gurtwiel war auch gekommen und kam nicht umhin unter Jubel ihr Kultlied „Amanda tu die Hand da weg“ zu singen.

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