Waldshut-Tiengen Hallenbadsanierung macht DLRG Waldshut zu schaffen

Bei der jüngsten Hauptversammlung beklagte die Jugend einen Mitgliederschwund wegen des Hallenbadumbaus. Dennoch konnten die Teilnehmer auf ein erfolgreiches Jahr zurückblicken. Zahlreiche Mitglieder wurden geehrt.

44 stimmberechtigte Mitglieder und zahlreiche Gäste konnte Sabine Schumann, Vorsitzende der DLRG (Deutsche Lebensrettung Gesellschaft), Ortsverband Waldshut-Tiengen, zur Hauptversammlung mit Jugendversammlung in den Räumlichkeiten der Feuerwehr Tiengen begrüßen: „So voll war es hier noch nie.“

Und das, obwohl die Sanierung des Hallenbads in Waldshut zu einigen Vereinsaustritten führte. Besonders betroffen ist davon die Jugendabteilung. Die Teilnehmerzahl in der Wettkampfgruppe sei um gut ein Drittel gesunken, bedauerte der am Abend frisch gewählte Jugendleiter Max Lehr. Schuld sei die für viele Schwimmer lange Anreise nach St. Blasien, wo im Hallenbad des Kollegs während der Bauarbeiten in Waldshut das Training stattfinde.

Dies zeigte sich auch in den gesunkenen Mitgliederzahlen, die Sabine Schumann präsentierte. „Trotz Austritte bleiben unsere Kosten für Boote und Meisterschaften aber gleich“, erläuterte die Vorsitzende. Horst Schmidle, Geschäftsführer der Stadtwerke Waldshut-Tiengen und damit verantwortlich für das Hallenbad, erinnerte an Gespräche von 2015, bei denen bereits von einem Mitgliederschwund ausgegangen worden sei: „Wenn das Hallenbad fertig ist, werden die Mitglieder aber zurückkommen, wahrscheinlich sogar mehr.“ Wichtig für die DLRG: Die Trainingszeiten im neuen Hallenbad sollen erhalten bleiben. Schmidle: „Am Samstagabend wird nicht geknabbert.“

Trotz der problematischen Trainingssituation konnte vor allem die Jugend gelungene Teilnahmen an den Bezirks-, Landes- und Deutschen Meisterschaften vermelden. Höhepunkt war die erfolgreiche Teilnahme Ferdinand Brehmers an den Lebensretter Weltmeisterschaften in Eindhoven im September 2016.

17 mal wurde die Waldshut-Tiengener DLRG im vergangenen Jahr alarmiert. Dabei kam es zu fünf Lebend-Rettungen. Acht Personen verstarben hingegen. Da aber jedes leben zähle, seien diese fünf Lebenden sehr viel wert, so der Tenor des Vorstands.

Unkompliziert wurde in der Hauptversammlung eine neue Satzung festgesetzt, die nun dem Muster des DLRG Bundesverbandes folgt. Zahlreiche Mitglieder wurden für ihre langjährige Mitgliedschaft ausgezeichnet. Besonders hervorzuheben sind dabei Michael Krämling für 50 Jahre Mitgliedschaft und der abwesende Wolfgang Hertrampf für 60 Jahre.

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