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Waldshut-Tiengen Facettenreiche Musiker: Cara begeistert beim Auftakt des World Town Festivals

Zum elften Mal findet in Tiengen das World Town Festival statt. Mit irischen Klängen und eigenen Klangvarianten kam die deutsch-irisch-schottische Band Cara beim Publikum gut an.

Zu einer Erfolgsgeschichte wurde das World Town Festival, das unter der Regie des städtischen Kulturamtes zum elften Mal ausgetragen wird. Den Anfang machte in diesem Jahr die deutsch-irisch-schottische Formation Cara, die sich die irische Folk Music auf die Fahnen geschrieben hat. Mit ihrem engagierten Auftritt und einem facettenreichen Programm fand die Gruppe im voll besetzten Ali-Theater eine begeisterte Resonanz. Präsentiert wurden der traditionelle irische Folk-Sound, aber auch neue Entwicklungen und Klangvarianten.

Perfekt beherrschten die fünf Musiker das typische Instrumentarium: Gudrun Walter (Gesang, Geige und Knopfakkordeon), die Schottin Kim Edgar (Gesang und Klavier), Hendrik Morgenbrodt (Dudelsack und Metallflöten), Jürgen Treyz (Gitarre und Begleitstimme) und Rolf Wagels (irische Rahmentrommel). Neben den traditionellen Klängen des irischen Folks wurden auch neue musikalische Strömungen aufgegriffen.

Noch heute wird Irish Folk in den zahlreichen Pubs des Landes gepflegt. Hier wird nicht nur Guiness geschlürft, hier wird vor allem auch gesungen und musiziert – natürlich Folk in Reinkultur. Deutlich weiter spannte sich der musikalische Bogen beim Cara Quintett. Ihre Musik wird geprägt und definiert von den beiden Sängerinnen und Songwriterinnen Gudrun Walter und Kim Edgar, die beide beim Publikum mit ihrer besonderen Ausstrahlung punkten konnten: Die eine mit ihrem flippigen und poppigen Auftritt, die andere mit ihrer weichen und tiefgründigen Stimme. Zwei, die sich perfekt ergänzten.

Aber auch der Rest des Teams kam durch effektvolle Soloauftritte immer wieder eindrucksvoll zum Zug. Nach zahlreichen Tourneen und einigen wichtigen Musikpreisen legte das Quintett sein fünftes Album mit dem Titel "Yet We Sing" vor, in dem Themen wie Liebe, Tod, Religion, Krieg und Hoffnung aufgearbeitet werden. Themen, die von den beiden Liedschreiberinnen mal nachdenklich, mal humorvoll kommentiert wurden. Kim Edgar machte ihre klangvollen Ansagen auf Englisch – schade, dass so ein Teil des Publikums die Feinheiten nicht mitbekam. Inspirierende Themen waren auch der Sternenhimmel, eine Lappland-Reise, Seemannsgeschichten oder das Attentat auf das Pariser Magazin "Charlie Hebdo" mit dem Titel "Kains War – Haben wir seit Kain und Abel nichts mehr dazugelernt?"
 

Das nächste Konzert der Reihe World Town Festival findet am Dienstag, 7. März, statt. Dann tritt die Gruppe Irish Spring auf, die ein "Festival of Irish Folk Music" mit Tanzeinlagen präsentiert.

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