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St. Blasien Eine Schneise der Verwüstung

05.09.2008
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Schwere Verwüstungen richtete am Mittwochabend eine Windhose in St. Blasien an. Besonders stark betroffen ist der Bereich um den Friedhof und der Friedhof selber sowie die "Bernau/Menzenschwander Straße". Gestern liefen die Reparaturarbeiten an den Dächern auf Hochtouren. Glück im Unglück: Es gab keine Verletzten.

St. Blasien (hab) Vom Winde verweht wurden in der übrigen Stadt die Zelte der Arbeitsplätze der Künstler des Holzbildhauerwettbewerbes und die Schirme der Terrassen der Gastronomie in der Domstadt. Auch Postkartenständer vor einem Geschäft an der Hauptstraße wurden verweht. Der Sturm und die Windhose kamen so plötzlich, dass keine Zeit zum Reagieren bestand.

Die Schneise der Verwüstung zieht sich von unterhalb Mutterslehen über den "Weißenstein" und Friedhof bis zur "Bernau/Menzenschwander Straße". Die Straße nach Todtmoos und die Umgehungsstraße waren durch umgeworfene Bäume gesperrt, ebenso die innerörtliche "Fürstabt Gerbert Straße".

Bei der Friedhofskapelle wurde ein Teil des Daches abgetragen und rund 50 Meter durch die Luft gewirbelt. Stark beschädigt ist auch der Kapellenturm. Fast alle Bäume im Friedhof wurden zerstört. Teilweise sind die Kronen abgedreht oder sie wurden aus den Wurzeln gedreht. Bei einem Mehrfamilienhaus an der Alb hinter dem Feuerwehrgerätehaus wurde das Dach aus den Sparren gehoben und beschädigt. An mehreren Häusern an der Bernauer/Menzenschwander Straße gab es Schäden an den Dächern, ebenso am Hotel "Klosterhof". Hier flog ein starker Ast durch eine Scheibe in ein Gästezimmer, das gerade nicht belegt war.

Ein fallender Baum beschädigte das Küchenzelt am Festzelt auf dem Domplatz. Um einige Meter weggeweht wurde die Bühne für den Holzbildhauerwettbewerb. Auf dem Platz hätte rund eineinhalb Stunden später die Sommernachtsparty beginnen sollen. In den Waldungen in den Bereichen Café "Zeller" und "Weißenstein" gab es richtige Schäden. Durch herabfliegende Äste oder umstürzende Bäume wurden mehrere Autos in Mitleidenschaft gezogen. Mit dem Einsetzen des Sturms alarmierte Stadtkommandant Huber seine Wehrmänner aus allen Abteilungen und die Drehleiter aus Höchenschwand. Die Wehren waren mit 60 Mann im Einsatz, vom städtischen Bauhof und den Holzhauern kamen noch 15 hinzu.

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