Zunftmeisterempfang in Aichen perfekt organisiert. Guggenloch-Spatzen gute Gastgeber
Kurz, knackig, witzig – was gesagt werden musste, wurde gesagt. So inszeniert man einen Zunftmeisterempfang. Die Guggenloch-Spatzen Aichen mit ihrer Narrenchefin Heidemarie Ebi hatten in die Gemeindehalle geladen. Ehrengäste, die Präsidenten und Chefs der Zünfte waren gut gelaunt. Sie brachten, wie gewünscht, allerhand Geldgeschenke mit.
„Wir freuen uns über ein volles Lokal. Heimgehen ist heute kein Thema“, skandierte die Aichener Narrenchefin ins närrische Publikum. Ein zarter Seitenhieb Richtung lokalpolitische Prominenz gab's auch. Das gehört zu so einem Anlass. Ebi: „Der Landrat und OB sind in Murg. Murg ist ihnen wohl wichtiger als Aichen.“
Stadträtin Rita Mosel war eine würdige Vertreterin des OB. Charmant, poetisch und mit Humor begrüßte sie die Narren. Wer braucht schon ein Sammelsurium an politischer Prominenz. Dafür waren alle närrischen Vertreter mit Rang und Namen da.
Zunächst verpassten die „Spatzen“ ihrem Ortsvorsteher Christian Maier ein anständiges Häs. Ebi verkündete voller Freude: „Er ist der jüngste Ortsvorsteher im Kreis. Da sind wir stolz drauf.“ Obendrein ist er wohl auch der jüngste Schirmherr eines solchen Narrentreffens. Unten närrisch, oben politisch angezogen trat Maier auf die Bühne. Ganz im närrischen Zwirn verließ er diese wieder. Nicht bevor er die Guggenloch-Spatzen lobte: „Ihr habt ganz schön was gerissen.“
Guido Marocco, bekannt als Chef-Stadtschnüffler zu Düenge aber auch kommissarischer Präsident der Schlüchttal-Narrenvereinigung, hielt eine Laudatio über die fünfte Jahreszeit: „Auf einen Schlag werden alle dämlich. Dies befiehlt das Datum nämlich.“ Kurz und bündig wünschte Otmar Scheuble, Ehrenpräsident der Schlüchttaler Narren, ein frohes Fest. Hans-Peter Weber, Chef der Nachbarn, der Kleggau-Narrenvereinigung, überreichte Heidi Ebi eine Plakette derselben.